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Keine Fälle von an keimbelasteter Wurst erkrankten Saarländern

Listeriose-Skandal : Ministerium: Keine Fälle von an keimbelasteter Wurst erkrankten Saarländern bekannt

Dem Landesamt für Verbraucherschutz sind keine Infektionen im Zusammenhang mit Wilke-Produkten bekannt. Das Robert-Koch-Institut weist aber zwei Fälle im Saarland aus.

Entgegen Informationen aus Medienberichten ist dem Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) bis heute kein Fall einer Infektion im Saarland bekannt, der auf die Produkte der Firma Wilke zurückgeführt werden könnte. Das teilte Damian Müller vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf SZ-Anfrage mit.

Insgesamt waren in unserem Bundesland zehn Großhändler mit dieser Problematik betroffen. „Sie wurden mittelbar dazu angehalten, die jeweiligen Warenströme zu verfolgen und dafür zu Sorgen, dass die möglicherweise keimbelasteten Produkte vollständig aus den Sortimenten beziehungsweise der Weiterverarbeitung entfernt werden“, bestätigte das Ministerium. Ebenso wurden die 18 Krankenhäuser, Pflegeheime und Kitas, die von diesen Großlieferanten gemeldet worden waren, vom LAV überprüft. In den rund 160 betroffenen Gastronomiebetrieben laufen Einzelkontrollen weiter.

In seinem jüngsten epidemiologischen Bulletin hatte das Robert-Koch-Institut darauf hingewiesen, dass in den befallenen Wurstprodukten der Firma Wilke und für die Erkrankungen verantwortliche Keim womöglich länger im Umlauf war als zuerst gedacht. Bereits Mitte 2018 habe es bundesweit einen leichten Anstieg an Fällen gegeben, die auf diesen speziellen Keim zurückgeführt werden könnten, so der Bericht. Zwischen 2014 und bis heute habe es in zwölf Bundesländern Listeriose-Fälle gegeben, davon zwei im Saarland. Wann diese Fälle innerhalb dieser Zeitspanne gemeldet worden waren, wird nicht präzisiert.