Premiere „Antigone Alone“ im Theater im Viertel „Antigone Alone“: Aus dem 5. Jahrhundert vor Christus rasant ins Heute

Saarbrücken · Premiere im Theater im Viertel. Die künstlerische Leiterin Katharina Molitor zeigt eine Bearbeitung des antiken Theatertextes von Sophokles. In „Antigone alone“ spielt die (zu) junge Maren Röttig die Unbeugsame fast ganz alleine.

 Gelungens Zusammenspiel von Percussionist (Kaspar Gubala) und Darstellerin (Maren Röttig) bei „Antigone Alone“ im TIV.

Gelungens Zusammenspiel von Percussionist (Kaspar Gubala) und Darstellerin (Maren Röttig) bei „Antigone Alone“ im TIV.

Foto: Buss

„Warum halten sich nur die alten Männer Thebens noch, eh’ ich ganz gestorben bin“, stöhnt oder klagt Antigone hier. Nanu, klingt das für den alten Sophokles nicht erstaunlich heutig? Ist es auch. Erstaunlich geschickt und zugleich behutsam, einen schönen Rhythmus beibehaltend, hat Regisseurin Katharina Molitor die griechische Tragödie „Antigone“ aus dem fünften Jahrhundert vor Christus sprachlich bearbeitet – und vor allem gekürzt.