| 21:10 Uhr

Völkerverständigung
50 Jahre Freundschaft ohne Grenzen

Saarbrücken. Die Jumelages Européens Sektion Saarbrücken feiert ihr Jubiläum. red

Vor fast genau 50 Jahren gründete sich am 11. Oktober 1968 die Jumelages Européens Sektion Saarbrücken mit dem Ziel, Menschen aus verschiedenen Nationen zusammenzuführen, Völkerverständigung zu leben und Vorurteile abzubauen. Die 50-Jahr-Feier beginnt um 19 Uhr im Hotel Mercure-City in Saarbrücken. Die Feier ist in das jährlich stattfindende einwöchige Treffen der Partnersektionen Saarbrücken, Nantes und Cottbus integriert. Im Rahmen dieser Feierstunde werden auch Gründungsmitglieder geehrt.


Die Jumelages Européens ist eine Vereinigung von Postlern, deren Angehörigen und Nichtpostlern aus fast ganz Europa. So treffen sich Jumeleure aus Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Italien, Irland, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweiz, Ungarn und nach dem Mauerfall aus ostdeutschen Städten.

Den Grundstein für diese Partnerschaften bildet der Elysée-Vertrag, der zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer vor 55 Jahren geschlossen wurde. Dieser sieht in dem gegenseitigen Verstehen und der Versöhnung der Menschen die Basis der Völkerverständigung. Die etwa 75 Saarbrücker Jumeleure unterhalten eine fast 50-jährige Partnerschaft mit Nantes und seit 1990 auch mit Cottbus und folgen damit den Städtepartnerschaften der Stadt Saarbrücken. Von Beginn an treffen sich Mitglieder der drei Sektionen regelmäßig jährlich eine Woche lang abwechselnd in Deutschland und Frankreich an unterschiedlichen Orten. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens findet das diesjährige Treffen in Saarbrücken selbst statt.



Eine wesentliche Voraussetzung für die Verständigung sind die Kenntnis der Sprache und Kultur des jeweils anderen Landes und die Begegnungen auf menschlicher Ebene. Und so besteht ein beachtlicher Teil der Aktivitäten aus dem Erlernen der Sprache in Kursen, dem Zusammentreffen auf sportlicher Ebene, und Sprachferien. Jährliche Begegnungen über mehrere Tage an wechselnden Örtlichkeiten sowie Tages- und Wochenausflüge zum Wandern, Ski- oder Radfahren runden das Programm ab. Beliebt sind unter den jüngeren Teilnehmern die Ferienpraktika und Schüler-Ferienaufenthalte im jeweils anderen Land.