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Jazz im Warndt geht im März in die nächste Runde

Festival : Die Jazz-Perle aus dem Warndt glänzt wieder

Im März findet in Großrosseln das kleine, ambitionierte Jazz-Festival statt. Das Programm kann sich sehen lassen, der Vorverkauf startet.

Das Menü für die beiden Abende voller leckerer Blue-notes steht bereits fertig auf der Karte, dabei ist noch reichlich Zeit bis zur Verköstigung: Am Freitag und Samstag, 20. und 21. März, jeweils ab 20 Uhr, soll die Rosseltalhalle in Großrosseln wieder zum Gourmet-Tempel der Jazzfreunde wachsen.

Es wird bereits die dritte Ausgabe des Festivals „Jazz im Warndt“ sein, das sich zu konsolidieren scheint. Nicht minder unternehmungsfreudig als beim ersten Mal gibt sich jedenfalls der künstlerische Leiter Thorsten Gand, obwohl der Musiker das Treffen erstmals ohne seinen bisherigen Co-Kurator Sven Prokaska organisieren wird. „Sven Prokaska ist aus persönlichen Gründen ausgestiegen. Aber es gab keinen Streit, wir machen nach wie vor in verschiedenen Projekten Musik zusammen – und es wird letztlich immer unsere gemeinsame Idee bleiben“, sagt Gand, dessen Optimismus auf dem guten Gelingen der ersten beiden Jahrgänge fußt.

„Auch das zweite Festival war sehr erfolgreich. Wie beim ersten Mal fanden an beiden Abenden rund 300 Personen den Weg in die Halle. Wir hatten den Raum so bestuhlt beziehungsweise mit Tischen und Stehtischen ausgestattet, dass circa 150 Personen hineinpassten – am zweiten Tag mussten wir zusätzlich die Empore öffnen.“

Neben saarländischen ließen sich auch Jazzjünger aus den grenznahen französischen Gefilden blicken, so aus Petite Roselle und Forbach, erzählt Gand – er möchte die Werbetrommel rühren, um das Festival, das übrigens auch viele junge Jazzfreunde anlockt, in der lothringischen Musikszene noch bekannter zu machen.

Mitveranstalter von „Jazz im Warndt“ wird auch 2020 wieder die Gemeinde Großrosseln sein, Schirmherr ist der neue Bürgermeister Dominik Jochum. Neben privaten Sponsoren wird das Treffen außerdem vom saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur gefördert.

Noch weitere Sponsoren der öffentlichen Hand zu finden, wäre in einer Vereinsstruktur einfacher, sagt Gand: „Allerdings möchte ich das Festival so noch nicht führen. Mir ist wichtig, in einem kleinen engagierten Team zu arbeiten. Und mit den Sponsoren, die wir haben, der engen Verbindung mit der Gemeinde und ganz viel Engagement und Herzblut können wir das Festival in der bisherigen Größenordnung gut gestalten.“

Einmal mehr verspricht Gand Wohlfühlatmosphäre in einem „qualitativ sehr ansprechenden“ Ambiente: „Wir werden die Rosseltalhalle in einen Jazz-Club verwandeln. Parallel zum Festival wird es wieder eine Ausstellung meines Freundes und künstlerischen Kollegen Gaetano Franzese geben, ebenso stellt unsere Fotografin Isolde Stein ihre bisherigen Festivalfotos aus. Was Ambiente und Catering angeht, hatten wir die Messlatte hoch gelegt – das bleibt und ist ein Markenzeichen.“ Und auch musikalisch will Thorsten Gand seinem Motto treu bleiben, nämlich Künstler mit Bezug zur Großregion SaarLorLux zu engagieren.

In einer seltenen Instrumenten-Kombination präsentiert sich freitags zur Eröffnung der aus dem Saarland stammende Kontrabassist David Andres: „Deep Talk“ nennt Andres, der in Köln lebt, sein Duo mit der im Allgäu geborenen Sängerin Lydia Schiller – sie studierte in Würzburg und New York und ist gleichfalls Wahl-Kölnerin. „Gerade der freie Raum zwischen der Tiefe des Kontrabasses und der hohen Stimme animiert die Zuhörer dazu, ein Teil des Geschehens zu werden“, werben Schiller und Andres.

Bei uns kaum mehr vorzustellen braucht man den Geiger Wolfgang Mertes, Konzertmeister am Saarländischen Staatstheater (SST), und den Schlagzeuger Oliver Strauch, Jazzprofessor der Hochschule für Musik Saar (HfM): Mit ihrem Quartett „Blue Rondo“ schicken sich die beiden Saar-Promis an, Klassik und Jazz zu vereinen. „Discovering Beatles“ lautet die Devise zum Eingrooven des Samstags: Ausgegeben hat sie der Zweier mit dem merkwürdigen Nenner „Degen Andelfinger“ aus Sebastian Degen (Saxofon; Saarland) und Thomas Andelfinger (Gitarre; Pfalz), die sich hier dem Oeuvre von John Lennon, Paul McCartney & Co widmen.

Den Ausklang von „Jazz im Warndt“ wird das hochkarätig besetzte, saarländische Stefan Münzer Trio gestalten: Stefan Münzer (Piano), Jan Oestreich (Bass) und Christian Fischer (Schlagzeug) wollen mit „zauberhafter, gefühlvoller Musik“ entzücken – so verheißt es Gastgeber Thorsten Gand.

 Der Jazz-im-Warndt-Macher ist Thorsten Gand.
Der Jazz-im-Warndt-Macher ist Thorsten Gand. Foto: Gand

Der Kartenvorverkauf fürs Festival startet an diesem Wochenende, 11./12. Januar. Mehr Infos und Karten unter www.jazzimwarndt.de