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In Saarbrücken erfährt man im Bus einige Geheimnisse.

Busfahren in Saarbrücken : Geheimnisvolle Handwerker

Handwerker sind ein Problem. Und wenn sie ausnahmsweise mal kein Problem sind, dann sind sie unheimlich. Solche Dinge erfährt man, wenn man in Saarbrücken mit dem Bus unterwegs ist. Dass Menschen Abstand halten und Masken tragen, ändert nämlich nichts daran, dass Busse Kommunikationsorte sind, erhöht aber die Lautstärke beim Informationsaustausch.

Anders formuliert: Man kann gar nicht anders, als am Leben der anderen teilzuhaben.  

Am Leben einer alten Dame und eines nicht ganz so alten Herrn zum Beispiel. In knapp zehn Minuten habe ich erfahren: Die beiden wohnen im selben mehrstöckigen Wohnkomplex. Und da parkte vor einigen Tagen ein Handwerker-Auto. Ob er das auch gesehen habe, wollte die alte Damen von ihrem Nachbarn wissen. Das sei nämlich merkwürdig gewesen: Es seien zwar zwei Männer in Arbeitsklamotten aus dem Auto gestiegen. Aber obwohl das Auto dann mehrere Stunden da stand, habe man keinen Lärm im Haus gehört, nicht mal ein kleines Geräusch. Der Nachbar hatte das Auto nicht gesehen. Aber nun kam auch von ihm kein Laut mehr. Handwerker, die keinen Lärm machen. Das hatte ihm offenbar die Sprache verschlagen.