| 20:35 Uhr

Feuerwehr
Höhenretter üben für den Ernstfall

Die Saarbrücker Berufsfeuerwehr trainierte gestern  an einem Steilhang des Sonnenbergs in Saarbrücken, wie man Menschen mit einem Flaschenzug rettet.
Die Saarbrücker Berufsfeuerwehr trainierte gestern an einem Steilhang des Sonnenbergs in Saarbrücken, wie man Menschen mit einem Flaschenzug rettet. FOTO: BeckerBredel
St. Arnual. 33 Fachleute hat die Saarbrücker Berufsfeuerwehr, um Menschen aus großen Höhen und Tiefen zu bergen. Von Frank Bredel

Die Höhenretter der Saarbrücker Berufsfeuerwehr sind  eine Art Bergwacht des Saarlandes. Vier Tage lang trainieren sie momentan die Höhen- und Baumrettung. Gestern waren sie an einem Steilhang im St. Arnualer Stiftswald aktiv, heute trainieren sie an zwei Bäumen im Wildpark. „Wir haben 33 Höhenretter bei der Berufsfeuerwehr. Unser Einsatzgebiet ist die Rettung von Menschen aus größeren Höhen und auch Tiefen oder die Absturzsicherung. Auch wenn eine Katze auf dem Baum sitzt und man mit der Leiter nicht weiterkommt, sind wir gefragt“, sagt Ausbilder Heiko Niedermeier. Einsätze haben die Spezialisten nicht jeden Tag, aber trotzdem regelmäßig. Niedermeier nennt Beispiele: „Wir mussten in Saarlouis einen Kranführer nach einem Schwächeanfall aus seiner Kanzel abseilen. Wir haben in Düren Fallschirmspringer gerettet, die in Baumkronen gelandet waren, oder retteten im Wald abgestürzte Spaziergänger.“ Saarbrücken habe an vielen Stellen steile Hänge, selbst in privaten Gärten. Gestern warfen die in Rot gekleideten Retter eine mannsgroße, schwere Puppe am Sonnenberg in den Abhang eines Waldweges. Die Puppe rutschte rund 20 Meter ab. Ein Wanderer würde sich bei so einem Sturz schwer verletzen.  Niedermeier zeigt seinen Kollegen heute, wie man eine Seilbahn baut. Dazu klettert ein Feuerwehrmann mehrere Meter an einem Baumstamm hinauf, befestigt ein Seil und spannt das zu einer anderen mächtigen Buche. An diesem Seil wird ein Korb befestigt, der wird mit einem Flaschenzug gesichert. „So können wir selbst schwere Menschen aus dem Gelände retten“, sagt Niedermeier.