Ehepaar berichtet über Zerstörung „Uns hat es sehr beruhigt, zu wissen, dass wir nicht alleine sind“

Saarbrücken/Rußhütte · Der Saarbrücker Stadtteil Rußhütte wurde besonders stark vom Hochwasser getroffen. Am Dienstagvormittag laufen die Aufräumarbeiten hier noch. Das Ausmaß der Zerstörung wird vielen erst auf den zweiten Blick bewusst.

Das ganze Wochenende über waren Helfer im Einsatz. Ein Ehepaar, das es besonders schwer getroffen hat, war „überwältigt“ von der ganzen Hilfe.

Das ganze Wochenende über waren Helfer im Einsatz. Ein Ehepaar, das es besonders schwer getroffen hat, war „überwältigt“ von der ganzen Hilfe.

Foto: Antonia Trinkaus

Letzte Möbel- und Einrichtungsreste liegen auf den Bordsteinen der Fischbachstraße, fast alles ist mit einer braunen Schlammschicht bedeckt. Der Blick in die offenstehenden Eingangstüren und Garagentore: Dreck, Leere und Besitztümer, die zum Trocknen abgestellt wurden. In der Seitenstraße „Im Grund“ treffen sich einige Nachbarn, tauschen notwendiges Werkzeug und Geräte aus. Das Ehepaar ganz unten am Straßenende habe es am schlimmsten getroffen, sagt ein Mann in Regenkleidung und Gummistiefeln. Ihr Haus steht direkt dort, wo bis Freitag noch eine Brücke über den Fischbach geführt hat. Die Brücke wurde durch die Fluten zerstört, das untere Stockwerk des Ehepaares auch. Die 73-Jährige und ihr 75-jähriger Mann mussten am Freitagabend aus dem ersten Stock ihres Hauses gerettet werden.

Nach dem Hochwasser: So sieht es auf den Straßen in Rußhütte aus​
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Bilder nach der Hochwasser-Katastrophe – so sieht es auf den Straßen in Saarbrücken-Rußhütte aus

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Foto: BeckerBredel