Handyempfang: 25000 Haushalte sollen besseres Mobilfunknetz bekommen

Kostenpflichtiger Inhalt: Netzqualität : Funklöcher im Saarland sollen verschwinden

Im Saarland will die Deutsche Telekom demnächst den Handyempfang für 25 000 Haushalte in Grenznähe verbessern.

Die Deutsche Telekom will bis zum Jahresende etliche Funklöcher im Saarland schließen. An den Grenzen zu Frankreich und Luxemburg sollen 25 000 Haushalte von einer besseren Netzqualität im Mobilfunk profitieren. Das haben Dirk Wössner, Deutschland-Chef der Telekom, und Service-Geschäftsführer Ferri Abolhassan gemeinsam mit dem saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) am Freitag in Saarbrücken bekanntgegeben. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass wir hier am abgehängten Zipfel der Republik liegen“, sagte Hans.

Bisher durften Mobilfunkanbieter wie die Telekom ihre Funkmasten in einem Zehn-Kilometer-Korridor entlang der Bundesgrenzen des Saarlandes nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Das ergab sich aus den Vorschriften der sogenannten Auslandskoordination. Sie regulieren die Ausstrahlung des deutschen Mobilfunks ins benachbarte Ausland. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte im September angekündigt, die bestehenden Regeln anders auszulegen.

Im Saarland will die Telekom bis Jahresende die Leistung von 30 LTE-Stationen anheben und im Anschluss weitere 15 Funkmasten neu bauen. Damit werde man die Anzahl der Funklöcher in der Region massiv reduzieren, sagte Wössner.

Daneben wollen die Mobilfunkkonzerne dafür sorgen, dass die Funklöcher in den Orten Ihn, Gerl­fangen, Grügelborn, Peppenkum und Brenschelbach verschwinden. Dort funktioniert unabhängig vom Netzbetreiber das Telefonieren mit dem Handy bisher kaum. Zu diesem Ergebnis kamen die Staatskanzlei und das von ihr geförderte Breitbandbüro nach Meldungen von Bürgern und eigenen Messungen. Sie hatten im vergangenen Jahr eine „Funklochmeldestelle“ eingerichtet und über 3000 Rückmeldungen erhalten. „Uns ist wichtig, diese kleinteiligen weißen Flecken in den Griff zu bekommen“, sagte Hans.

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