Kolumne so kann’s gehen: Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten

Kolumne so kann’s gehen : Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten

Während die Hexen in der Nacht auf den 1. Mai sich zurückziehen, ist es mit meiner Nahrung jetzt wie verhext.

Die gute Nachricht zuerst: In unserer Region zeigten die Hexen Ermüdungserscheinungen. So freut sich die Polizei, dass sie nur kleinere Sachbeschädigungen registrierte. Prima, das hört man doch gern. Ich wiederum bin gestern Morgen vor Dienstantritt im Vorgarten und ums Auto rumgelaufen, um einige Meter Klopapier einzusammeln. Liebe Hexen, die Nummer mit dem Klopapier ist in etwa so lustig wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Und damit beenden wir das Thema.

Nun mal was ganz anderes: Leider musste ich neulich feststellen – nach einem Bluttest beim Arzt – dass nicht unbedingt Putin die Menschheit in der westlichen Welt bedroht, sondern Purin. Wer jemals einen Gichtanfall hatte, weiß, was das ist. In vielen Lebensmitteln ist es enthalten. Und hier kommt für die (bisher) von der Gicht Verschonten eine kleine Erklärung: Beim Abbau der Purine aus der Nahrung entsteht Harnsäure. Und wenn die Harnsäurewerte zu hoch sind, führt das in den Gelenken zu Ablagerungen. Das wiederum führt zur Gicht, die brutal und gnadenlos zuschlägt. Tut entsetzlich weh, hört man bei Freunden und Bekannten, die damit schon Bekanntschaft machten.

Naja, jedenfalls meinte der Doktor, dass meine Harnsäurewerte zu hoch sind und ich tunlichst auf diverse Lebensmittel verzichten soll, als da sind: Rind und Schweinefleisch, Hülsenfrüchte, Meeresfrüchte, Bier, zu viel Alkohol sowieso, Innereien und Fleischextrakt. Und was bleibt da noch übrig? Nicht mehr viel. Was mich an ein Bonmot erinnert, das da lautet: Jetzt hamma die Geiß endlich soweit, dass se nix mehr fresst, unn schon geht se uns kaputt.

Die Zeiten waren auch schon mal besser. Vor allem in kulinarischer Hinsicht.

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