Sicher ankommen und abfahren

Die Bahnhöfe in Güdingen und Bübingen sollen barrierefrei umgebaut werden. Gerade in Güdingen soll damit auch eine lebensgefährliche Situation für Jugendliche entschärft werden. Die Bürger sollen nun über das Wie und Was informiert werden.

Offenbar kommt Bewegung in das Vorhaben, den Güdinger Bahnhaltepunkt barrierefrei zu machen. Über viele Jahre hatten sich Kommunalpolitiker mit diesem Thema beschäftigt - bislang ohne Erfolg. Jetzt meldet Bezirksbürgermeister Daniel Bollig, dass die DB Station&Service AG (Deutsche Bahn, Aktiengesellschaft) als Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn AG derzeit in Abstimmung mit dem Saarland und der Saarbahn die barrierefreie Neugestaltung der Stationen Güdingen und Bübingen in Angriff nehmen will - voraussichtlicher Baubeginn: Mitte 2017.

Deshalb lädt Bollig gemeinsam mit den Bahnvertretern am Donnerstag, 3. Dezember, ab 18 Uhr zur Bürgerversammlung in die Festhalle Güdingen ein. Bisher sehen die Pläne so aus, dass die innen liegenden Bahnsteige entfernt, und - wie auch in Bübingen - außen liegende Bahnsteige gebaut werden sollen. So können Passagiere die Bahnsteige direkt von der Straße Im Rosengarten her in Fahrtrichtung Saarbrücken und spiegelverkehrt von der anderen Gleisseite über einen eigenen Zugangsweg in Fahrtrichtung Saargemünd erreichen. Derzeit ist der zwischen den Gleisen liegende Mittelbahnsteig nur über Treppe und Unterführung zu erreichen. Vor Jahren hatte dies auch die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Sie hatte beobachtet, dass vor allem Jugendliche aus den nahen Schulen direkt über die Gleise auf den Bahnsteig gelaufen sind, um den Umweg über die Unterführung und damit auch Zeit zu sparen. Aber das ist lebensgefährlich und deshalb verboten. Pläne, den Mittelbahnsteig zum Beispiel mit Aufzügen barrierefrei zu gestalten, waren bisher gescheitert. Ähnlich ist die Lage am Bübinger Haltepunkt, wo es derzeit noch nicht mal eine Anzeige zum Saarbahnverkehr gibt. Bollig: "Nunmehr ist es gelungen, dass die Bahn den Bahnhof nebst Umfeld optisch und die Bahnsteige baulich und technisch neu gestaltet, unser Naturdenkmal ,Ahornbaum' bleibt dabei uneingeschränkt erhalten und wird in die Umfeld-Neugestaltung einbezogen werden."

Die schlechte Nachricht: Ohne Begleiterscheinungen geht der Umbau nicht vonstatten. Im Umfeld ist während der Bauarbeiten mit Lärm zu rechnen, Bahnreisende müssen sich auf Schienenersatzverkehr einstellen. Was genau auf die Beteiligten zukommt, soll bei der Bürgerversammlung erläutert werden.