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SC Güdingen verfehlt als Squash Factory Saar-Pfalz Bundesliga-Final 4

Squash-Bundesliga : Der SC Güdingen verpasst die „Final 4“-Teilnahme

Squash-Bundesligist scheitert in Qualifikation für Meisterschaftsfinale und verpflichtet Weltranglisten-31. Mohamed Elsherbini.

Die Squash Factory Saar-Pfalz, wie sich der Bundesligist SC Güdingen nun nennt, hat die Teilnahme am „Final 4“-Turnier um die deutsche Meisterschaft verpasst. Am Wochenende beim zweiten und letzten Qualifikationsturnier in der aufgrund der Corona-Pandemie verkürzten Saison reichten den Saarländern in Frankfurt ein kampfloser Sieg gegen den Königsbrunner SC sowie zwei gewonnene Unentschieden gegen Monopol Frankfurt und Sport-Insel Stuttgart nicht zum Erreichen des Final-Turniers. Mit 13 Punkten belegten sie in der Südstaffel Platz vier. Für das „Final 4“-Turnier mit den beiden Ersten der Gruppen Nord und Süd qualifiziert haben sich Gruppensieger Black & White Worms (21 Punkte) und der Gruppenzweite Sport-Insel Stuttgart (15 Punkte). In der Nord-Gruppe setzten sich der Paderborner SC und der Bremer SC durch. Worms und Paderborn waren nach der abgebrochenen vergangenen Saison zusammen zum deutschen Meister erklärt worden.

Im Duell mit Stuttgart verpassten die Güdinger am Sonntag zum Abschluss den Sieg und damit drei Punkte. Laszlo Godde musste sich dem Stuttgarter Nils Schwab in fünf Sätzen mit 9:11, 11:13, 11:7, 11:7 und 9:11 geschlagen geben. Durch den 3:1-Sieg von Sébastien Bonmalais gegen Robert Downer sowie den Dreisatz-Erfolg von Nathan Masset gegen Sven Lemmermann reichte es für die Saarländer zu einem gewonnenen Remis, das mit zwei Punkten verbunden ist, nachdem Johannes Dehmer-Saelz gegen Cedric Kuchen beim 0:3 chancenlos geblieben war. Auch ein Erfolg gegen Stuttgart hätte nicht zur „Final 4“-Qualifikation gereicht, denn bei Punktgleichheit mit jeweils 14 Zählern hätte das Spielverhältnis den Ausschlag zugunsten der Schwaben gegeben

„Im ersten Moment waren wir schon ein bisschen traurig, dass es nicht gereicht hat. Andererseits kann man unserem jungen Team nur ein großes Lob zollen, wie es sich präsentiert hat. Damit können wir zufrieden sein“, zog Güdingens Manager Johannes Wessela trotz der verpassten erneuten Qualifikation für das Endturnier ein positives Fazit. Zumal der Bundesliga-Dritte der vergangenen Saison an beiden Spiel-Wochenenden der verkürzten Saison auf den verletzten Rudolf Rohrmüller und damit seinen besten deutschen Spieler verzichten musste. „Wir waren ersatzgeschwächt. Daher kann man anhand der Ausbeute nur sagen, dass unser junges Team geliefert hat. Vor allem Laszlo Godde und Nathan Masset sind mit ihren starken Auftritten nun definitiv in der Bundesliga angekommen“, lobte Wessela die beiden 17-Jährigen. Das Durchschnittsalter der Güdinger lag am Wochenende bei 19,5 Jahren.

Masset war auch am Samstag beim gewonnenen Unentschieden gegen Monopol Frankfurt mit seinem 3:0-Erfolg gegen Ünver Metin ein Punktgarant. Weil Bonmalais ebenfalls glatt in drei Sätzen gegen Fabien Verseille gewann, reichte der gewonnene erste Satz von Dehmer-Saelz im Spiel gegen Felix Auer bereits zur Ausbeute von zwei Zählern. Danach baute Dehmer-Saelz jedoch ab und musste sich Auer 11:5, 4:11, 5:11 und 5:11 beugen – es blieb bei zwei Punkten für die Squash Factory, die am Freitag durch Königsbrunns Absage kampflos drei Zähler eingestrichen hatte.

Nach der verpassten „Final 4“-Teilnahme richtet sich der Blick der Güdinger auf die kommende Bundesliga-Saison, deren Start für Anfang Oktober vorgesehen ist. Dann steht Rohrmüller nicht nur wieder als Spieler zur Verfügung. Der 29-Jährige wird zudem als Spielertrainer fungieren, nachdem der Verein die Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Marc Thrill beendet hat. „Mit Rudi peilen wir den nächsten Schritt in der Entwicklung an“, sagt Wessela. Darüber hinaus verkündete der Manager die Verpflichtung eines nach seinen Worten „echten Knallers“ für die neue Runde. Künftig wird der 28 Jahre alte Weltranglisten-31. Mohamed Elsherbini aus Ägypten zum Aufgebot der Güdinger zählen. „Unser Ziel ist dann ganz klar das Erreichen der Playoffs“, kündigt Wessela an.