Pokalkracher abgehakt, das Derby kann kommen

Bübingen hat im Saarlandpokal gegen Regionalligist 1. FC Saarbrücken mit 0:3 (0:2) verloren. Mit dem Ergebnis kann man beim SV gut leben, zumal das Saarlandliga-Derby gegen den SV Auersmacher wichtiger ist.

Richtig glücklich schien am Mittwochabend auf dem Kunstrasenplatz in Güdingen niemand zu sein, gänzlich unzufrieden aber auch nicht. Mit dem 3:0 (2:0)-Sieg hat der Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken in der vierten Runde des Saarlandpokals seine Pflichtaufgabe erfüllt. Saarlandligist SV Bübingen durfte über 1200 Zuschauer begrüßen. "Mit dem Ergebnis können wir gut leben", sagte Torwart Harry Couck, der nach dem beruflich bedingten Wegzug von Lars Breyer die neue Nummer eins ist: "Meine Vorderleute haben das richtig gut gemacht. Wir haben gut verschoben und die Räume eng gemacht. Unser Ziel war es, so lange wie möglich zu null zu spielen." Das gelang acht Minuten. Dann erzielte David Puclin das 1:0 für den Favoriten.

In der 44. Minute spielte Marius Willsch Couck aus und erhöhte auf 2:0. "Wir hatten auch zwei gute Chancen, aber man muss auch sagen, mehr B-Elf beim FCS geht nicht", erklärte SV-Stürmer Pierluigi Vella. FCS-Trainer Falko Götz begann ohne gelernten Stürmer und verzichtete neben Solomon Okoronkwo auf Jan Fießer, Peter Chrappan oder Alexandre Mendy. Vella hatte nach 15 Minuten das 1:1 auf dem Fuß, verzog aber ebenso wie Julian Hollinger. Der hatte nach einem Fehlpass von Max Rupp nur Torwart David Salfeld vor sich, brachte den Ball aber nicht im Tor unter (60. Minute). "Wir hätten uns gerne mit einem Treffer belohnt", sagte Bübingens Trainer Martin Peter, "wir haben nach der Pause richtig Druck gemacht. Und das, obwohl der große Platz nicht unser Ding ist."

Wegen Sicherheitsbedenken war die Partie vom Bübinger Meerwaldstadion nach Güdingen verlegt worden. Die Entscheidung fiel 20 Minuten vor dem Ende, als Samuel Ikas Puclin foulte und Alexander Hahn den Strafstoß zum 3:0 verwandelte. "Das Spiel am Montag ist wichtiger", sagte Peter im Hinblick auf das Derby gegen den SV Auersmacher (19 Uhr). Der konnte in den vergangenen vier Spielen gegen den "kleinen" Nachbarn nicht punkten. "Der Pokal ist abgehakt, ab sofort denken wir nur noch ans Derby", sagte Couck: "Wir sind bereit. Der SVA kann kommen."