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Kultur Güdinger Scheune: In der Güdinger Scheune ist einiges los

Kultur Güdinger Scheune : In der Güdinger Scheune ist einiges los

Ein Förderverein kümmert sich seit Jahren mit viel Engagement um das Kulturprogramm an diesem besonderen Veranstaltungsort.

Die alte Scheune steht mitten in Güdingen, längs zur Kanalstraße hin. Das grau-braune Gebäude mit dem auffälligen alten, dunkelbraunen Scheunentor stammt wohl aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, so genau weiß das niemand. Es ist ein lothringisches Bauernhaus, das noch bis in die 1960er Jahre landwirtschaftlich genutzt wurde. Dann stand das alte Bauernhaus lange leer, die Stadt Saarbrücken erwarb das Anwesen und wollte es wohl abreißen lassen. „Aber da haben sich die Güdinger stark gemacht, um es zu erhalten“, sagt Edgar Spengler-Staub, Vorsitzender des Förderkreises Güdinger Scheune e.V. Nachdem die Stadt unter Mithilfe von   Güdinger Bürgern die Scheune umgebaut hatte und jede Menge Platz geschaffen hatte, wurde im Jahr 1985 der Förderkreis Güdinger Scheune e.V. gegründet.

Der Verein hat heute 52 Mitglieder, der Jahresbeitrag kostet 31 Euro. Die Scheune wurde dem Verein zur Nutzung überlassen, mit dem Ziel, das kulturelle Leben in Güdingen zu bereichern. Und das wird vom Förderkreis seither ehrenamtlich und mit viel Engagement und Erfolg gemacht. „Wir haben verschiedene feste Veranstaltungen jedes Jahr, den Ostermarkt, den Herbstmarkt, am ersten Adventswochenende den Weihnachtsmarkt, den Jazz-Frühschoppen und natürlich unser Scheunenfest im September“, erläutert Wolfgang Bach, stellvertretender Vorsitzender. Dazu kommen weitere Veranstaltungen. „Und zum ersten Mal haben wir zusammen mit der Saarland-Heilstätten GmbH ein Afterwork-Konzert veranstaltet und ein Benefiz-Essen für die jesidische Gemeinde im Nordirak“, erklärt Edgar Spengler-Staub die neuesten Veranstaltungen. „Die Abende sind aber nicht nur für Vereinsmitglieder, sondern für alle Leute aus dem Ort“, erklärt Susanne Wiesen, ebenfalls stellvertretende Vereinsvorsitzende. Neben der Organisation und der Durchführung der Veranstaltungen setzen sich die Mitglieder des Förderkreises aber auch für die Erhaltung der Güdinger Scheune ein. „Demnächst brauchen wir eine neue Beleuchtung. Und unten, neben dem Eingang, bauen wir eine neue Küche ein“, sagt der Vorsitzende. Das alles finanziere der Verein über die Veranstaltungen. Zusätzlich gibt es aber noch ganz andere Events inder Güdinger Scheune. Da die Stadt bis heute Eigentümerin der Scheune ist, ist dort auch eine offizielle Außenstelle des Standesamtes. „Pro Jahr lassen sich etwa zwölf Paare hier trauen“,  sagt Renate Ansorge, Geschäftsführerin des Vereins. Sie richtet für die Trauungen die Scheune her, öffnet die Türen, wartet mit den Standesbeamten auf die Paare. . Renate Ansorge ist die gute Seele des Vereins, da sind sich die Vorstandsmitglieder einig. Sie ist seit 1994 im Vorstand, ist neben der Buchhaltung auch für den Kontakt zu den Ausstellern der Märkte zuständig, ist handwerklich begabt und ihre Kuchen seien, ebenso wie die von Susanne Wiesen, legendär.

Wie eng die Vorstandsmitglieder mit ihrem Verein verbunden sind, zeigt sich auch an Susanne Wiesen. Sie ist schon seit 1989 im Verein, war damals schon Geschäftsführerin. „Wir hatten in den 1980er Jahren tolle Veranstaltungen, sogar die Perspectives du Théatre haben hier gespielt. Mir liegt der Verein sehr am Herzen. Und es ist einfach ein wunderschönes Gebäude“, sagt sie. Wolfgang Bach kam dagegen über die Modelleisenbahn zum Verein. „Der Modelleisenbahnclub Güdingen e.V. hat seinen Sitz im Haupthaus und seine Anlage ist fest installiert, sie steht bei allen Veranstaltungen den Besuchern offen. Und so bin ich schon 1997 auch beim Förderkreis gelandet“, sagt er. Beim ersten Vorsitzenden Edgar Spengler-Staub war die Güdinger Scheune vor wenigen Jahren Liebe auf den ersten Blick. „Als ich das erste Mal die Scheune gesehen habe, dachte ich sofort, da willst du mitmachen.“

Weitere Infos unter https://de-de.facebook.com/scheuneguedingen