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Baudezernat will Bebauungsplan für Güdingen ändern

Güdingen. Der Stadtrat soll einen neuen Bebauungsplan für das Peugeot-Areal verabschieden. Laut einer Vorlage des Baudezernats sollen unter anderem Bäume gepflanzt werden und ein Fuß- und Fahrradweg entstehen. Andreas Lang

Das Baudezernat der Stadt Saarbrücken beabsichtigt, den gültigen Bebauungsplan für das Güdinger Peugeot-Areal zu ändern. Anlass dafür ist das Vorhaben des neuen Gelände-Eigentümers, der sein Eigentum im Rahmen eines neuen Gesamtkonzeptes neu ordnen und neuen Nutzern zugänglich machen will.

Unter anderem stört, dass der rechtskräftige Bebauungsplan zwischen Straße und Gelände einen Grünstreifen von etwa 20 Metern Breite ausweist. Der würde stören und sei auch in dieser Breite nicht erforderlich, so das Dezernat. Zumal das ansässige Gartenbau-Center auf einem Teil des Grünstreifens längst Parkplätze gebaut habe. Die Bebauungsplanänderung wäre also auch eine Möglichkeit, diese derzeit unerlaubte Nutzung zu legalisieren.

Der Grünstreifen solle aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Die Behörde strebt an, ihn mit Bäumen zu bepflanzen und so der Großblittersdorfer Straße zu Allee-Charakter zu verhelfen.

Der zweite wesentliche Punkt der Änderung betrifft den aktuell als Verkehrsfläche für Bahnanlagen ausgewiesenen Bereich, der vor allem durch die Blaue Brücke auffällt. Da dort längst kein Zug mehr rollt und die Bahnanlage teilweise schon zurückgebaut wurde, strebt das Dezernat eine Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Leinpfad und dem auch als Peugeot-Brücke bekannten markanten Bauwerk an.

Hafen nicht mehr möglich



Weiter soll der Plan im Bereich der Saar dem tatsächlichen Lauf des Flusses angepasst werden. Bisher hält der Bebauungsplan noch die Möglichkeit offen, im betroffenen Bereich einen Hafen zu bauen.

"Damit ist aber wohl nicht mehr zu rechnen", meint unter anderem auch Bezirksbürgermeister Daniel Bollig (CDU ).

Das Baudezernat beabsichtigt, ein beschleunigtes Bebauungsplanverfahren anzuwenden, will die Öffentlichkeit aber dennoch teilhaben lassen. Im März befasst sich noch der Bau-Ausschuss des Stadtrates in einer nicht-öffentlichen Sitzung mit der Vorlage, danach hat der Stadtrat zu entscheiden. Bolligs Bezirksrat stimmte dem Vorhaben im Rahmen der Anhörung bereits zu.