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Grüne unterstellen Regionalverbands-Chef Peter Gillo Kalkül

22 Millionen Euro für Schulen : Grüne unterstellen Regionalverbands-Chef Kalkül

Fraktions-Chef Jost wirft Gillo vor, er habe Millionen-Investitionen in Schulen verzögert, um sie vor der Wahl tätigen zu können.

Die Grünen werfen Regionalverbands-Chef Peter Gillo vor, Lehrer und Schüler bei den Millionen-Investitionen in die Schullandschaft zu verschaukeln. Nachdem Gillo die Schulen jahrelang zusammengespart und dringende Investitionen verschleppt habe, tätige er im Vorfeld der Wahl zum Regionalverbands-Direktor nun öffentlichkeitswirksam jahrelang überfällige Ausgaben in die Schullandschaft, sagt Grünen-Fraktionschef Manfred Jost. Rund 22 Millionen Euro will der Regionalverband in diesem Jahr in seine Schulen investieren (wir berichteten).

„Von echten Verbesserungen, die über das Mindestmaß des Notwendigen hinausgehen, ist weit und breit nichts in Sicht“, so Jost. Die Lernbedingungen seien an vielen Schulen nach wie vor miserabel. Investitionen, die über Stein und Beton hinausgehen, dringend erforderlich. „An vielen Schulen fehlen Differenzierungs- und Funktionsräume. Lernmittel sind teils überaltert oder schlichtweg gar nicht vorhanden. Auch sind die Voraussetzungen für den Ganztagsschulbetrieb längst nicht so weit, wie sie sein müssten. Wenn Schüler in Schichten essen müssen, andere währenddessen in der Turnhalle warten, läuft etwas gehörig falsch. Regionalverbands-Direktor Gillo duckt sich weg, obwohl er in der Verantwortung ist.“

Insbesondere aber ignoriere der Regionalverbands-Chef den akuten Handlungsbedarf in der Schulsozialarbeit. Jost: „Gillo macht einfach weiter, als hätte es die Brandbriefe der Lehrerinnen und Lehrer zu Jahresbeginn 2018 nie gegeben. Offenbar will er das Problem über die Kommunalwahl hinaus aussitzen.“ Notwendig seien nach Ansicht des Grünen-Fraktionschefs feste Schulsozialarbeiterstellen an jeder Schule. Der übliche stunden- oder tageweise Einsatz von sogenannten Schoolworkerinnen und Schoolworkern erweise sich aus zeitlicher, wie aus fachlicher Perspektive, als unzureichend.