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Kita-Essen
Grüne: Stadt soll sich von Kita-Lieferant trennen

In Saarbrücker Kindertagesstätten wurden Fremdkörper im Essen entdeckt.
In Saarbrücker Kindertagesstätten wurden Fremdkörper im Essen entdeckt. FOTO: dpa / Georg Wendt
Saarbrücken. Nachdem in drei Saarbrücker Kindertagesstätten Fremdkörper im Essen gefunden wurden, fordert die Grünen-Fraktion im Stadtrat, dem betroffenen Caterer den Belieferungsauftrag zu entziehen. In allen diesen Fällen seien die Kitas vom selben Unternehmen beliefert worden.

„Sollte sich bewahrheiten, dass diese Vorfälle auf Versäumnisse des Caterers zurückzuführen sind, würde dies eine erhebliche Verletzung der Sorgfaltspflicht bedeuten. Dann darf kein Weg daran vorbeiführen, dass die Stadt das Vertragsverhältnis aufkündigt, auf andere Unternehmen zurückgreift und eventuell auch juristische Schritte prüft“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Torsten Reif. „Durch die Vielzahl der Vorfälle sehen wir das Vertrauen in den Caterer ohnehin erheblich erschüttert. Daher sollte dieses Unternehmen aus unserer Sicht auch unabhängig vom Ergebnis der Untersuchungen keine Kitas in Saarbrücken mehr beliefern dürfen“, erklärt Torsten Reif.


Wie die SZ berichtete, untersucht das Landesamt für Verbraucherschutz die Fremdkörper. Wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, werde die Verwaltung über mögliche juristische Schritte gegen das Unternehmen nachdenken. In der Zwischenzeit werden die Kitas Bruchwiese, Eschberg und Brebach von einem anderen Unternehmen mit Essen beliefert, sagte Stadtpressesprecher Thomas Blug.

Die Grünen-Fraktion erklärt in ihrer Presseerklärung weiter, sie erwarte, dass die Eltern im Detail über die Vorfälle informiert werden und bekanntgegeben wird, um welche Fremdkörper es sich handeln soll. „Schließlich geht es hier auch um die Frage, ob ein eventuelles Gesundheitsrisiko durch die Fremdkörper bestanden hätte“, meint Reif.