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| 21:13 Uhr

Baufällig
Gersweiler Brücke ist stark beschädigt

Blick von der Gersweiler Brücke auf die A 620. Laut einer Prüfung ist „die Verkehrssicherheit auf der Brücke stark beeinträchtigt“.
Blick von der Gersweiler Brücke auf die A 620. Laut einer Prüfung ist „die Verkehrssicherheit auf der Brücke stark beeinträchtigt“. FOTO: BeckerBredel
Burbach. Sanierungsarbeiten können erst 2020 beginnen. Heute ist sie Thema im Bauausschuss des Stadtrats. Von Andreas Lang

Eigentlich müsste die Gersweiler Brücke dringend saniert werden. Der verlegte Asphalt gleicht einem Flickenteppich, jeder Zeit können sich neue Teile lösen. Das geht ebenso aus einer vergangene Woche von den Bezirksräten behandelten Verwaltungsvorlage hervor, wie die Nachricht, dass Abdeckungen an den Längsrinnen, die der Entwässerung dienen, nur lose eingelegt sind. Je nach Außentemperatur könnten sie sich verschieben und so womöglich zur Gefahr für den rollenden Verkehr werden.

Auch Fußgänger und Radfahrer müssen um ihre Sicherheit fürchten, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage weiter festhält. Denn die Geländer der Brücke weisen „Korrosionsschäden größeren Ausmaßes“ auf. Bei einer Bauwerkprüfung im vergangenen Jahr erzielte die Gersweiler Brücke mit 2,9 zwar eine Durchschnittsnote. Doch relativiert die Verwaltung sofort: Das Notenspektrum bei dieser Bewertung reicht von Eins bis Fünf, die Rede ist von einem „noch ausreichenden Gesamtzustand des Bauwerks“. Besorgnis erregt die Teilprüfung Verkehrssicherheit. Auch hier ist die erzielte Drei trügerisch, denn in diesem Bereich reicht die Notenskala von Null bis Vier und so lautet die wörtliche Beurteilung für die Gersweiler Brücke: „dass die Verkehrssicherheit auf der Brücke stark beeinträchtigt ist und kurzfristige Maßnahmen zur Verhinderung einer Verkehrsgefahr unumgänglich erforderlich sind.“

Doch auch an der Wilhelm-Heinrich Brücke besteht Sanierungsbedarf. Und ein von der Verwaltung in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten geht davon aus, dass es bei einer gleichzeitigen Sperrung beider Brücken durch den Umleitungsverkehr zum Kollaps auf der Malstatter Brücke käme.

Die Tatsache, dass ein Großteil der insgesamt zweimonatigen Sperrung in den Sommerferien liegt, kann die Problematik laut Gutachten nicht entschärfen. Im Wortlaut: „Die Verkehrsbelastung während der Ferienzeit ist erfahrungsgemäß niedriger als außerhalb der Ferien. Dieser Aspekt konnte im Verkehrsgutachten allerdings nicht eindeutig nachgewiesen werden, da für die Sommerferien keine belastbaren Angaben (Zähldaten) zu den Verkehrsflüssen vorliegen. Das heißt, die verkehrliche Verträglichkeit der beiden Maßnahmen konnte nicht nachgewiesen werden, da die kumulierenden Verkehre im Bereich der Malstatter Brücke nicht entzerrt werden können.“ Und es kommt noch dicker: Weil die Verwaltung die Arbeiten an den Saarbrücker Brücken bereits für das kommende Jahr getaktet hat, gilt das übernächste Jahr als „frühestmöglicher und sinnvoller Instandsetzungstermin“. Wie will die Stadt die Sicherheit auf der Gersweiler Brücke gewährleisten? Der Asphaltbelag müsse kurzfristig an mehreren Wochenenden in mehreren Abschnitten abgefräst und erneuert werden. Arbeiten, die dann mit Teil- und Vollsperrungen einhergehen. Eine Lagesicherung der Abdeckungen der Entwässerungsrinnen könne nicht ohne weiteres hergestellt werden. Sie sollen ab sofort regelmäßig kontrolliert werden – bis zu dreimal die Woche, bis zur endgültigen Brückensanierung. Heute beschäftigt sich der Bauausschuss des Stadtrats mit dem Thema.