Ein Höhepunkt im Kultur-Kalender

Bereits zum 46. Mal wird in Gersweiler in diesen Tagen die Kirmes gefeiert. Während die Jungen ihren Spaß an Autoscootern und Schießständen haben, genießen die Älteren das musikalische Programm.

Von den Kindern sehnlichst erwartet, bei den Erwachsenen ein fester Termin im Kalender - das ist die Gersweiler Kirmes. Am Samstag wurde sie eröffnet. Anders als in den vergangenen Jahren spielte zum Fassanstich der Schalmeien- und Kulturverein Dudweiler. Der Musikverein aus Brebach musste urlaubsbedingt passen. Während die Großen auf das Befüllen der ersten Krüge warteten, hoffte der Nachwuchs auf die erste Sirene am Autoscooter.

Auf dem Zimmerplatz an der Ecke der Pfähler- und Krughütter Straße wird die Kirmes seit Jahrzehnten am letzten Augustwochenende gefeiert. Wobei die Kirmes stets mit dem Grenzland-Musikfest zusammengelegt wird. Das sorgt zum inzwischen 46. Mal für ein musikalisches Rahmenprogramm.

Die Vereine, die zu Gastauftritten nach Gersweiler kommen, bringen den Schaustellern in zweierlei Hinsicht Umsatz. Indem sie selbst die Kirmes besuchen und Gäste aus nah und fern zu den Platzkonzerten locken. Das Konzept stimmt, die Gersweiler Kirmes ist auch bei den Schaustellern beliebt. Und weil die Kirmes im kulturellen Kalender des Ortes ein echter Höhepunkt ist, wird sonntags die Messe auf den Festplatz verlegt. Ein Feldgottesdienst ist ebenfalls Tradition in Gersweiler . Danach sangen am Sonntag die Bisttalmöwen, ein Shanty-Chor, der auch beim Saarspektakel einen umjubelten Auftritt hatte, und mit seinen Seemannsliedern ein Gegengewicht zu den Konzerten der Musikvereine bot. Die kamen allerdings erst später, denn vor dem Platzkonzert gab es erstmal den Festumzug. Der bildete am Sonntag quasi den Einmarsch der Vereine. Die Mitglieder des Reitvereins Gersweiler sattelten die Pferde und führten den Zug an.

Auch am heutigen Montag wird noch Kirmes gefeiert. Ab 15 Uhr öffnet der Festplatz, um 19 Uhr gibt es Musik mit "Jörgs Hitmix". Die Kirmes in Gersweiler endet am Dienstag. Ab 16 Uhr gibt es einen Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen bei den Schaustellern, um 19 Uhr spielen die "Highrisers", ehe um 21 Uhr der Kirwehannes verbrannt wird. Danach gibt es ein großes Abschlussfeuerwerk.Tradition und Brauchtum - das ist die Kirmes in Neu-Aschbach. Jährlich am letzten Augustwochenende wird in dem kleinen Ortsteil von Gersweiler die Kirmes gefeiert und ein Umzug durch die Siedlung organisiert. An diesem Wochenende war es zum nunmehr 44. Mal wieder so weit, die Kirmes wurde auf dem Aschbacher Hofplatz eröffnet, danach folgte der Kirmesumzug.

Veranstaltet von den "Kirwe Buwe Neu-Aschbach" zog der Tross durch die Wohnstraßen zum Festplatz. Einige Anwohner hatten Tische und Stühle rausgestellt und ließen die kleine Parade nicht nur an sich vorbeiziehen. Sie boten den Kirmesfeiernden auch ihrerseits Kleinigkeiten an. Der Musikverein "Gugge-mol-rinn" sorgte für ausgelassene Stimmung. Die "Kirwe-Buwe" zündeten wieder und wieder ihre Konfettikanone und ließen den Kirmes-Ruf "Wem gehört die Kirb?" folgen, den die Gäste lautstark mit "Uns" beantworteten.

Schließlich wurde der Kirmesbaum aufgestellt. Bevor der Kirwehannes am Dienstag verbrannt wird, lockt der Festplatz mit Musik und kulinarischen Spezialitäten - nur nicht am Montag. Denn auch das hat Tradition: Die Kirmes in Neu-Aschbach macht einen Tag Pause, damit die Anwohner die Kirmes in Gersweiler besuchen können.