Diskussionen im Saarbrücker Stadtrat um Firmenerweiterung von Woll in Gersweiler

Geplante Firmenerweiterung : Neue Diskussionen um Firmenerweiterung von Woll in Gersweiler

Uneinigkeit in der Jamaika-Koalition über den Standort für die Firmenerweiterung. Grüne sprechen sich gegen eine Waldrodung und für einen Alternativstandort aus

Die Firma Woll steht seit Mitte letzten Jahres im Fokus einer Debatte zwischen Wirtschafts-Interessen und Klimaschutz. Rund 4000 Bäume sollen in Gersweiler nahe der Grenze zu Lothringen gefällt werden, damit sich die Firma Woll vergrößern kann. Dagegen engagiert sich seit letztem Jahr die Bürgerinitiative Pro Wald Gersweiler. Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) hat sich für eine Nutzung der Waldfläche ausgesprochen. Die Firma Woll solle in der Lage sein, die Fläche an ihrem Firmensitz nutzen zu können, sagte er auf dem Neujahrsempfang der Stadt Saarbrücken am 8. Januar.

Eine entsprechende Einigung dementierten die Grünen laut dem SR einen Tag später. Die Expansion der Firma sei zwar notwendig, man müsse aber einen Alternativstandort suchen.

Mirco Bertucci, der Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion in Saarbrücken, kritisiert den „Koalitionskrach“. Foto: Robby Lorenz

Kritik auf die Uneinigkeit folgte am Freitag von der SPD: Jamaika setze die Zukunft von Arbeitsplätzen in Saarbrücken aufs Spiel“, teilen Mirco Bertucci, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion und der baupolitische Sprecher der Fraktion, Mirko Wirschum, mit. „Ökologische Ausgleichsmaßnahmen“ müssten selbstverständlich umgesetzt werden. Entsprechende Flächen seien in der Umgebung dafür auch vorhanden, Ökologie und Ökonomie seien deshalb gut vereinbar. „Die Blockade der Grünen“ schade der Entwicklung Saarbrückens, so die beiden SPD-Mitglieder abschließend.