| 20:44 Uhr

Willi Graf
Gedenkmarsch erinnert an die Verhaftung von Willi Graf

Saarbrücken. Am Sonntag, 18. Februar, jährt sich zum 75. Mal der Tag der Verhaftung von Willi Graf und seiner Schwester Anneliese durch die Gestapo in ihrem damaligen Wohn- und Studienort München. Dazu gibt es am Sonntag um 13 Uhr einen Gedenkmarsch durch Saarbrücken, Treffpunkt ist der welt:raum am St. Johanner Markt. Während Anneliese, die weder von den Aktivitäten ihres Bruders in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wusste, noch selbst am aktiven Widerstand beteiligt war, wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, verurteilte der Volksgerichtshof Willi Graf am 19. April 1943 zum Tode. Nach weiteren Monaten, in denen Willi Graf immer wieder von der Gestapo  befragt wurde, aber keine Namen preisgab, wurde er schließlich am 12. Oktober 1943 im Alter von 25 Jahren durch das Fallbeil hingerichtet.

Am Sonntag, 18. Februar, jährt sich zum 75. Mal der Tag der Verhaftung von Willi Graf und seiner Schwester Anneliese durch die Gestapo in ihrem damaligen Wohn- und Studienort München. Dazu gibt es am Sonntag um 13 Uhr einen Gedenkmarsch durch Saarbrücken, Treffpunkt ist der welt:raum am St. Johanner Markt. Während Anneliese, die weder von den Aktivitäten ihres Bruders in der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ wusste, noch selbst am aktiven Widerstand beteiligt war, wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, verurteilte der Volksgerichtshof Willi Graf am 19. April 1943 zum Tode. Nach weiteren Monaten, in denen Willi Graf immer wieder von der Gestapo  befragt wurde, aber keine Namen preisgab, wurde er schließlich am 12. Oktober 1943 im Alter von 25 Jahren durch das Fallbeil hingerichtet.


In einer kürzlich erschienenen Dokumentation über Willi Graf erzählen Saarbrücker Zeitzeugen hierzu eine bis dato wenig bekannte Geschichte: Die Kopiermaschine, mit der Flugblätter der „Weißen Rose“  gedruckt worden waren, hatte Willi Graf in die elterliche Wohnung in der Mainzer Straße gebracht. Damit diese der Gestapo nicht als belastendes Beweisstück diente, holte der damalige Freund Willi Grafs, Willi Bollinger, nach Bekanntwerden der Verhaftungen die Kopiermaschine aus der Familienwohnung und warf sie von der Bismarckbrücke in die Saar.