Falscher Verein Erneut Fußball-Panne beim SR – so reagiert der Sender auf Fehler bei Aktuellem Bericht

Saarbrücken · Pannen-Serie beim SR: Erneut tauchte ein falsches Emblem zum Fußball-Bericht auf. Erneut schmuggelte sich BVB rein. Doch dieses Mal reagierte der Moderator vor laufender Kamera auf den Fauxpas.

SR-Sportkommentator Thomas Braml im Studio des Aktuellen Berichts: Während der Landesschau des Saarländischen Rundfunks (SR) schmuggelte sich am 22. Februar wie schon im Oktober vergangenen Jahres fälschlicherweise das BVB-Logo im Hintergrund ein.

SR-Sportkommentator Thomas Braml im Studio des Aktuellen Berichts: Während der Landesschau des Saarländischen Rundfunks (SR) schmuggelte sich am 22. Februar wie schon im Oktober vergangenen Jahres fälschlicherweise das BVB-Logo im Hintergrund ein.

Foto: Saarländischer Rundfunk (SR)/Screenshot: Matthias Zimmermann (hgn)

Irgendwie scheint der Wurm drin zu sein. Oder ist da jemand beim Sender, der wahnsinnig auf die Kicker aus Dortmund steht? Jedenfalls ist es während einer Live-Sendung in Saarbrücken zur gleichen Panne wie bereits einige Wochen zuvor gekommen.

Worum es beim SR in dem Bericht eigentlich ging

Und zwar während des Aktuellen Berichts, einer der meistgesehenen Sendungen des Saarländischen Rundfunks (SR), die wochentags ab 19.20 Uhr im dritten Programm ausgestrahlt wird. Soeben hatte Sonja Marx am Donnerstag, 22. Februar, nach 27 Minuten Sendezeit an ihren Sportkollegen Thomas Braml übergeben. An seiner Moderation sollte es gewiss nicht hapern. Souverän leitete er über. Die erste, die herausragende Meldung sollte folgen.

 Bereits im Oktober vergangenen Jahres tauchte das falsche Logo auf: Statt des Emblems für Bayern München erschien hinter der Moderatorin im Aktuellen Bericht die Dortmunder Vereinskennung.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres tauchte das falsche Logo auf: Statt des Emblems für Bayern München erschien hinter der Moderatorin im Aktuellen Bericht die Dortmunder Vereinskennung.

Foto: Aktueller Bericht/Screenshot

Es ging um den Sieg beim Nachholspiel 1. FC Saarbrücken bei Viktoria Köln am Vortag. Der saarländische Drittligist hatte die Partie mit 5.2 überragend für sich entschieden. Jetzt ging’s um die Spielanalyse sowie um die Vorausschau auf die kommenden Spiele. Routine in der Berichterstattung.

Falsches Vereinsemblem taucht hinter dem Moderator auf

Sollte man annehmen. Doch was hinter dem Moderator auftauchte, verblüffte die TV-Zuschauer der Saar-Landesschau dann doch. Denn im Bild war neben dem FCS-Vereinsemblem ein Logo zu sehen, dass mit der eigentlichen Begegnung nichts zu tun hatte. Zwar stand richtigerweise darunter zweizeilig: „Fußball, Dritte Liga – Hoher FCS-Sieg bei Viktoria Köln.“ Doch statt des Gastgeber-Logos prangte dort das gelb-schwarze Erkennungssignet von Borussia Dortmund.

Braml sprach unbeirrt in die Kamera, leitete zum Filmbericht über. Ab da ging alles wie geplant vonstatten. Nach dem Einspieler reagierte der Sportkommentator allerdings auf die falsche Einblendung kurz zuvor. Entweder war es ihm selbst aufgefallen oder darauf aufmerksam gemacht worden. So sei mal wieder der BVB dort aufgetaucht, wo es nicht hingehörte. „Wir bitten, dies zu entschuldigen.“

Ähnlicher Vorfall sorgte bereits im Oktober für Belustigung

Einen ähnlichen Vorfall mit genau demselben Logo hatte es im Oktober gegeben. In der gleichen Sendung. Während der Sportberichterstattung. Damals ging’s um den Kartenvorverkauf zum DFB-Pokal-Spiel der Saarbrücker Kicker gegen FC Bayern. Neben dem korrekten Vereinswappen für den 1. FC Saarbrücken erschien da schon einmal der BVB.

Dort reagierte während der Ausstrahlung niemand auf den grafischen Fehler. Dafür musste der SR im Anschluss über soziale Medien Lacher und Kritik von Fans und Zuschauern einstecken.

So reagiert der SR auf den Fehler während der Sendung

Ähnliche Reaktionen bestätigt auch SR-Sprecher Peter Meyer im aktuellen Fall. Auf SZ-Anfrage lässt er wissen: „Es gab die erwartbaren Reaktionen im Netz inklusive des Spotts und der Häme, die man in solchen Fällen zurecht aushalten muss.“

Mittlerweile gebe es Konsequenzen, um einen ähnlichen Fehler künftig auszuschließen. Die Verantwortlichen sollen demnach das grafische System mittlerweile verändert haben. So sei es zuletzt zu dem Zwischenfall gekommen, weil ein Mitarbeiter den Studio-Hintergrund im Ablaufplan falsch gespeichert habe. Es habe sich folglich um einen menschlichen Fehler gehandelt. Wie schon Moderator Braml in der laufenden Sendung bedauere dies die gesamte Redaktion, schreibt Meyer in der Stellungnahme.

(hgn)
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