japanische Filmtage im filmhaus: Fünfte Japanische Filmtage im Filmhaus

japanische Filmtage im filmhaus : Fünfte Japanische Filmtage im Filmhaus

Zum fünften Mal präsentiert das Filmhaus in der Mainzer Straße 8 vom 7. bis 10. Juni ein Festival japanischer Filmkunst. Partner sind die Deutsch-Japanische Gesellschaft Saarbrücken, das Japanlektorat der Uni, das Japanische Kulturinstitut Köln und die Takasaki Cinémathèque in Japan. Los geht’s am 7. Juni um 20.30 Uhr. Der Stummfilm „Orochi“ (Die Riesenschlange) erzählt die Geschichte eines Samurais aus der Unterschicht, der trotz edler Gesinnung von den bösen Mächten verstoßen wird, die die Gesellschaft beherrschen. Der Film war 1925 eine Antwort gegen den aufkeimenden Faschismus in Japan. Eri Takeguchi am Cembalo begleitet den Film (1925, 74 Minuten, Original mit Untertiteln, OmU).

Am Freitagabend steht der Spielfilm „Sayonara mo dekinai“ (Man kann nicht einmal sagen: auf Wiedersehen) auf dem Programm. Ein seit drei Jahren getrenntes Paar teilt sich immer noch die Wohnung, in der es mit Klebebändern markierte Grenzen gibt. Als beide sich neu verlieben, müssen sie Entscheidungen treffen. Vier Studenten der Saar-Uni erarbeiteten die deutschen Untertitel eigens für diese Vorstellung. (2016, 76 Min.)

Der Samstagabend gehört wieder dem Animé. „Koni Sekai no Katasumi ni“ (In This Corner of the World) basiert auf einem Manga von Fumiyo Kono. Er zeichnet das Schicksal der 18-jährigen Suzu nach, die 1944 ein letztes Mal durch Hiroshima streift, bevor ihre Eltern sie an einen Offizier aus Kure verheiraten. Regisseur Sunao Katabuchi erhielt für den Film den Japanese Academy Award. (2016, 129 Min., OmU)

Vielen ist Akira Kurosawas Shakespeare-Adaption „Das Schloss im Spinnwebwald“ (Originaltitel: Kumo no-su-jo) ein Begriff, aber nur wenige sahen den Film im Kino. Das kann man am Sonntagabend im Filmhaus nachholen. Das Königsmord-Drama in der Welt der Samurai beendet die Filmtage (1957, 105 Min., OmU).

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