| 21:18 Uhr

Feuerwehren in Saarbrücken im Dauereinsatz
Auto in Flammen, Frau in Wohnung gefangen, Tier hilflos im Baum

Saarbrücker Feuerwehren pausenlos im Einsatz (Symbolbild).
Saarbrücker Feuerwehren pausenlos im Einsatz (Symbolbild). FOTO: dpa / Britta Pedersen
Saarbrücken. Pausenloser Einsatz der freiwilligen und Berufsfeuerwehren in der Landeshauptstadt am Freitag (24. August): Dabei zeigte sogar der Nachwuchs, was er gelernt hat, und bremste seine Schwester, einen schwerwiegenden Fehler zu machen. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Brennendes Fett in einer Pfanne, eine Fassade, die Feuer gefangen hatte, und Einsätze, um Menschen aus Notlagen zu befreien: Das sind nur einige der Notrufe, zu denen die Wehren in der Landeshauptstadt am Freitag von früh bis spät ausrücken mussten. Hier einige der spektakulärsten Fälle, die ein Sprecher der Berufsfeuerwehr am Abend mitteilte:


Auto steht in Flammen


■ 10.30 Uhr: Ein Auto brennt nahe der Europagalerie. Die Helfer löschen den Brand schnell. Niemand wird verletzt. Die Ursache für das Unglück ist unklar.



Seniorin gefangen


■ 12 Uhr: Eine Frau meldet sich bei der Feuerwehr: Die ältere Dame kommt nicht mehr aus ihrer Wohnung raus, ist hilflos, bekommt die Tür nicht auf. Auch die Feuerwehr schafft es nicht. So gelangen die Retter via Drehleiter in die dritte Etage, wo sie gefangen ist. Das Opfer kommt wenig später ins Krankenhaus.

Rauch dringt aus Wohnung


■ 14 Uhr: Auf dem Rodenhof raucht es mächtig aus einer Wohnung. Fett in einer Pfanne hat Feuer gefangen. Das Fatale: Eine Jugendliche will die Flammen mit Wasser löschen. Rasch eilt ihr Bruder herbei. Er ist Mitglied der Jugendfeuerwehr. Der Junge kann sie in letzter Sekunde davon abhalten. Denn brennendes Fett, so hat er es gelernt, darf niemals mit Wasser gelöscht werden. Das ist lebensgefährlich, weiß der Nachwuchs-Feuerwehrmann, weil es dabei zu einer Explosion kommen kann. Er macht es richtig: deckt die Pfanne mit einem Deckel ab, das Feuer erstickt. Seine Kollegen bringen das heiße Kochgeschirr auf den Balkon, wo es abkühlt. Die Wohnung befreien sie vom Rauch. Niemandem geschieht etwas.

Katze im Baum gefangen


■ 14.30 Uhr: Eine seit Tagen vermisste Katze wird weit oben in einem an die 20 Meter hohen Baum am Winterbergdenkmal gesichtet. Der hilflose Stubentiger traut sich nicht mehr hinunter. Evchen, so der Name, ist auf professionelle Hilfe angewiesen. Stück für Stück bahnt sich die Feuerwehr mit der Drehleiter den Weg zu dem Fellbündel. Immer wieder müssen die Helfer mit der Säge abschneiden, damit es vorwärts geht. Sogar der Besitzer ist in schwindelerregende Höhe mitgekommen, damit das Tier Vertrauen hat. Nach einer Dreiviertelstunde schafft er es mit Freudentränen in den Augen, das Tier in die Arme zu schließen. Währenddessen verfolgt seine Frau den Einsatz vom sicheren Boden aus. Auch sie ist überglücklich über den Ausgang.

Hochsitze brennen im trockenen Wald




■ 16 Uhr: Alarm im Wald in Von der Heydt: Dort stehen zwei hölzerne Hochsitze in Flammen. Trotz des Regens vom Vormittag ist alles rundherum gefährlich trocken von der Hitze der vergangenen Sommermonate. Die Wehr schafft es, dass das Feuer nicht um sich greift. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Fassade brennt


■ 18.15 Uhr: Bübinger entdecken ein Feuer auf dem Balkon ihres Nachbarn. Die Flammen wüten direkt an der Fassade. Berufs- und freiwillige Feuerwehr müssen mit einer Spezialsäge zu Werke gehen, weil der Brand bereits das hölzerne Gerippe der Fassade erreicht und angezündet hat. Die Wehrleute bekommen die Lage schnell in den Griff.