Nach Brand im Feuerwehrhaus : Feuerwehr Altenkessel fängt von vorn an

Von Auto bis Ausrüstung: Nach dem Brand vom 1. Dezember ist die Neu-Ausstattung der Ehrenamtlichen angelaufen.

Die Freiwillige Feuerwehr Altenkessel sieht wieder einen Lichtstreif am Horizont. Zuvor sah sie im Gerätehaus schwarz. Nach einem Brand am 1. Dezember hatte Ruß jede Ritze erreicht, alle Fahrzeuge zerstört und die Ausrüstung beschädigt oder sogar unbrauchbar gemacht.

Die engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer standen vor dem Nichts (die SZ berichtete). Inzwischen tut sich aber etwas. Die Dezernentenrunde und der Sportausschuss der Landeshauptstadt stellen nach Angaben der städtischen Pressestelle wichtige Weichen: Und zwar lassen die Verantwortlichen ein provisorisches Gerätehaus einrichten.

Zur Debatte stehen zwei Standorte, zum einen die Halle eines Omnibusbetriebs in der Altenkesseler Alleestraße und zum anderen eine Firmenhalle am Josefaschacht. Letztere Standort-Variante bezeichnen Insider als „besonders vielversprechend“. Die Stadt bestätigt diese Pläne nicht und beruft sich auf „laufende Verhandlungen“, die aber kurz vor dem Abschluss stünden.

Wenn die Halle gefunden ist, muss sie noch gefüllt werden. Da alle Fahrzeuge beim Brand Totalschäden erlitten haben, braucht der Löschbezirk einen neuen Fuhrpark.

Die Stadt hat schon etwas unternommen und bei den bundesweiten Auktionen des Zolls, der ausgemusterte Behördenfahrzeuge anbietet, Gebote auf Feuerwehrfahrzeuge abgegeben. Zudem seien ohnehin schon vorhandene Reservefahrzeuge der Feuerwehr nun für Altenkessel vorgesehen.

Und Hilfe kommt aus Gersweiler. Der kommissarische Wehrführer Hans-Werner Schmitz über die Unterstützung, die den Kameraden zukommt: „Altenkessels Löschbezirksführer David Erb hat von uns den Schlüssel unseres Gerätehauses bekommen. Die Altenkesseler können bei uns üben, können mit der Jugendwehr zu uns kommen und unsere Fahrzeuge nutzen, wenn sie sie brauchen. Mit unserem Gerätewagen wurde die Einsatzbekleidung zum Reinigen gebracht“, sagt Schmitz. Die Solidarität in der gesamten Wehr sei enorm, selbst die französischen Nachbarwehren hätten Hilfe angeboten. Unterstützung kam außerdem aus dem Ort.

Feuerwehrsprecher Rafael Mailänder berichtet über einen Glühweinverkauf, an dem sich zwölf Wehren beteiligt hätten. „Aus dem Regionalverband Saarbrücken waren gekommen: Der Nachbarlöschbezirk Luisenthal von der Feuerwehr Völklingen, aus Heusweiler der Löschbezirk Kutzhof, der Löschbezirk Herchenbach der Feuerwehr Püttlingen sowie der Löschbezirk Riegelsberg. Selbst die Kameraden der Feuerwehr Überherrn waren da, um diese Aktion zu unterstützen.“

Ein Brandschutzunternehmen habe die Reparatur der Wärmebildkamera kostenlos vermittelt. Aus dem Ort seien Geldspenden eingegangen. Im beschädigten Gerätehaus liefen die Aufräumarbeiten, die allerdings sehr aufwändig seien. „Bereits unmittelbar nach dem Brand fand eine Begutachtung des gesamten Gebäudes statt. Eine Praxis konnte nach einer Reinigung vom Brandruß zwischenzeitlich wieder öffnen. Dank einer Brandschutzdecke hatte das Feuer die Deckenstabilität nicht beeinträchtigt. In der Halle selbst ist inzwischen alles leer. Die Wände wurden mit Dampfstrahlern behandelt und die Hallentore komplett gereinigt“, sagt Mailänder.

Löschbezirksführer David Erb packt seit dem Brand vom 1. Dezember mit seinen Kameraden an, wo es nur geht. Wenn nächste Woche das Ausweichquartier gemietet ist, kann kurzfristig ein provisorischer Einsatzbetrieb hergestellt und Zeit für die Sanierung der ausgebrannten Feuerwache gewonnen werden.