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Festival Perseus: Warum 1000 Pferdefans zur Rennbahn Saarbrücken kamen

Gut 1000 Zuschauer kamen : Wie Yvonne Hellenbrand den Rollstuhl mit der Kutsche tauscht

Zum zweiten Mal gab’s jetzt das Festival „Perseus“ auf der Güdinger Rennbahn. Und 1000 Zuschauer kamen. Weshalb die Veranstalter unbedingt weitermachen wollen.

26 Pferderassen konnte man am Sonntag bei der zweiten Auflage des Festivals „Perseus“ auf der Pferderennbahn in Güdingen live sehen. Und 1000 Zuschauer kamen, um hinter die Kulissen des Pferdesports zu blicken. Wo sonst die Traber und Galopper um Preisgelder kämpfen, ging es diesmal um die Tiere, ihre Möglichkeiten und die Menschen, die mit ihnen arbeiten.

Beeindruckend zum Beispiel Yvonne Hellenbrand, eine gelernte Pferdewirtin vom Landgestüt Zweibrücken, die als Rollstuhlfahrerin nicht nur eine Kutsche mit ihrem Haflinger Hermann zum WM-Titel gefahren hat, sondern sich trotz ihrer Behinderung um ihr Pferd kümmert, es anspannt, lenkt und beherrscht. Das demonstrierte sie imposant auf einem eng gesteckten Parcours.

Um das Fahren ging es gleich mehrfach, denn auch eine prächtige Friesenkutsche war zu sehen. Anja Schmeer vom Organisationsteam des Rennclubs war hoch zufrieden. Das Festival, eigentlich als Ersatzveranstaltung in der Corona-Pandemie gedacht, erwies sich nach zwei Auflagen als Publikumsmagnet. Der Rennclub konnte sogar seine Kosten decken und ist sich sicher, dass er ohne Corona-Auflagen noch mehr Zuschauer locken kann. „Wir werden es wieder ausrichten. Auch weil und alle Akteure gesagt haben, dass sie wiederkommen wollen“, sagte Schmeer. Zudem habe Heike Körner, die Präsidentin des Saarländischen Reiterbundes, eine engere Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. Das Festival „Perseus“ könne damit noch interessanter werden. Vieles sei noch nicht gezeigt worden, man habe noch Ideen für die Folgeveranstaltungen.

 Das „Perseus – Festival der Pferde“ lockte am Sonntag 1000 Reitsportbegeisterte und Pferdefreunde auf die Güdinger Rennbahn.
Das „Perseus – Festival der Pferde“ lockte am Sonntag 1000 Reitsportbegeisterte und Pferdefreunde auf die Güdinger Rennbahn. Foto: BeckerBredel

Bei „Perseus“ kamen Pferdefreunde aber auch vor allem die Kinder auf ihre Kosten. Denn sie konnten Ponys reiten und anfassen, im Streichelzoo Esel und Alpakas kennenlernen oder andere Spielmöglichkeiten nutzen. Sabine Maurer aus Saarbrücken freute sich: „Das war ein gelungener Sonntag“, sagte sie als sie nach der großen Parade aller Akteure das Festgelände verließ. Bis dahin hatte sie nicht nur viel gesehen, sondern dank der kompetenten Moderation auch viel über den Pferdesport und die Pferdehaltung gelernt. Die Neuauflage 2022 ist bereits beschlossen