Der Mief bleibt : Reinigung der Biotonnen verzögert sich

Fechinger Bürger müssen sich noch etwas gedulden. Die Grünen Tonnen können vorerst nicht gesäubert werden.

Wo der Neue im Fuhrpark des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes (ZKE) auftaucht, warten viele Anwohner neugierig auf das erste Mal. Zumal die technische Errungenschaft schon zwei Wochen vorher schriftlich angekündigt wurde, wie SZ-Leser Frank Ruloff aus Fechingen berichtet: „Mit Leerung der grünen Tonne vor 14 Tagen, haben die Anwohner des Hohlweges in Saarbrücken-Fechingen einen Anhänger auf Hochglanzpapier an der Tonne vorgefunden, der darauf hingewiesen hat, dass bei der nächsten Leerung die Behälter auf dem Gehsteig stehen bleiben sollten, damit die innere Reinigung der Tonnen anschließend durchgeführt werden kann.“

Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn die groß angekündigte neue Errungenschaft nicht kommt. ZKE-Sprecherin Judith Pirrot sagt dazu: „Wir testen seit April dieses Jahres mit einem separaten Spezialfahrzeug die Reinigung der Biotonnen in Saarbrücken. Die Tests finden im Anschluss an die reguläre Tonnenleerung statt.“ Die neue Technik bietet Saarbrücker Bürgern eine professionelle Innenreinigung ihrer Bioabfallbehälter. Die Biotonnen werden von innen mit 150 Bar Hochdruck mit Wasser gereinigt. Zusätzliche Kosten entstehen den Bürgern nicht.

Der Waschwagen reinigt bis zu 250 Biotonnen am Tag. Pirrot weiter: „Leider hatte unser Waschwagen bei der Tour am vergangenen Montag in Fechingen einen Defekt und konnte nicht wie geplant weiter zum Einsatz kommen. Ein Ersatzfahrzeug ist, da wir uns noch in der Erprobung der Technik befinden, nicht vorhanden.“ Enttäuscht waren einige Fechinger um Information bemüht. Ruloff: „Mein Nachbar, Manfred Theis, hat am Montagmittag bei der Stadtverwaltung angerufen, die  dafür aber nicht zuständig ist und als Antwort bekommen, dass er sich schon etwas gedulden sollte. Ihm wurden zwei Telefonnummern genannt, die Herr Theis mehrfach am Montag und  mehrfach am Dienstag angewählt hat.“ Bei einer Nummer sei nie abgehoben worden, bei der anderen war ständig besetzt.

Große Versprechungen und nichts dahinter? Nicht beim ZKE. Pirrot entschuldigt: „Aufgrund dieses Umstandes kam es zu zahlreichen telefonischen Nachfragen bei einem unserer beiden Disponenten, der aufgrund der Urlaubszeit derzeit allein diese Aufgabe wahrnehmen muss. Daher ist es möglich, dass es Probleme bei der Erreichbarkeit dieses Mitarbeiters gab, was wir bedauern.“ Der ZKE werde  die städtische Telefonzentrale bitten, zukünftig  auch auf die Möglichkeit der Kontaktaufnahme per E-Mail hinzuweisen (info@zke-sb.de) damit entsprechende Informationen transportiert werden können.

Jetzt über die SZ die Antwort für alle Betroffenen darüber, wie es weiter geht: „Damit die Biotonnen bis zur Reparatur des Fahrzeuges nicht ungefüllt bleiben müssen, haben wir die Reinigung nach der nächsten Leerung in 14 Tagen vorgesehen. Für die mit dem entsprechenden Anhänger versehenen Tonnen in Fechingen wird die Reinigung dann am 24. Juli erfolgen.“

Die Tonnenreinigung  wird der ZKE noch bis Ende August testen und anschließend entscheiden, ob er ein Reinigungsfahrzeug kauft, sagt Pirrot. Denn bisher ist es nur gemietet.

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