Schwimmen ist viel, aber längst nicht alles

Die Interessen von Caroline Utzig sind vielfältig. Für die 15-Jährige ist Zeit daher ein knappes Gut. Das gilt vor allem mit Blick auf die regelmäßigen Aufenthalte im Schwimmbecken, wo die Schülerin gehörig von sich reden macht.

Tennis, Musikverein, Tanzschule, Messdiener - und vor allem Schwimmen: Caroline Utzig ist ein Tausendsassa. Die 15 Jahre alte Schülerin hat mehrere Hobbys, die ihr fast täglich ein volles Programm bescheren. Am Wochenende tanzt sie zu Übungseinheiten an, dazu kommen nicht selten Wettkämpfe. So auch vor Kurzem, als Utzig bei den Kurzbahn-Saarlandmeisterschaften in Illingen durch das Becken pflügte. Trotz einer Erkältung hatte die Schwimmerin vom ATSV Saarbrücken Grund zur Freude: Über 50 Meter Brust konnte sie ihren Vorjahres-Titel in der Jahrgangswertung verteidigen, dazu holte sie den Sieg über 50 Meter Schmetterling sowie Platz zwei über 50 Meter Brust in der offenen Klasse. "Dafür, dass ich krank war, lief es dann doch ziemlich gut", sagt Utzig, die ihre Leidenschaft für das kühle Nass schon im Kindergarten-Alter entdeckte.

In ihrem bevorzugten Element war die Fechingerin im September auch auf Bundesebene erneut erfolgreich. Bei der deutschen Mehrkampfmeisterschaft, bei der Utzig für den TV Fechingen startet, triumphierte sie im Schwimm-Fünfkampf, der sich aus drei Lagen Schwimmen, Kunstspringen und Tauchen zusammensetzt. Für Utzig ist der Kombinations-Wettbewerb des Deutschen Turnerbunds so etwas wie eine Parade-Disziplin. Nach dem ersten Erfolg 2014, als sie bei den Zwölf- und 13-Jährigen ganz vorne lag, holte sie sich nun schon zum dritten Mal in Folge den Titel. "Ich hatte zwischendrin relativ viel Vorsprung, war aber die ganze Zeit über ziemlich aufgeregt. Schwimmen liegt mir natürlich, aber das Springen trainiere ich eher selten und auch beim Tauchen kann immer mal was Unerwartetes passieren. Umso mehr habe ich mich gefreut, als der Sieg feststand", blickt Utzig zurück auf den Wettkampf in Bruchsal.

Der 15-Jährigen wird ein vierter Erfolg in Serie wohl vorerst verwehrt bleiben. Bei der nächsten Mehrkampfmeisterschaft kommt ihr eine Abschlussfahrt mit der Schule in die Quere - und zwar ausgerechnet dann, wenn der Fünfkampf im Rahmen des Deutschen Turnfests in Berlin stattfindet. Doch da gilt es eben, Prioritäten zu setzen. Schwimmen werde für sie auch künftig eine Hauptrolle spielen, sagt Utzig. Dabei handelt es sich schließlich um eine Familien-Tradition: "Fast jeder in der Familie hat einen Bezug zum Schwimmen." Für Caroline Utzig gilt das ganz besonders. Nicht zuletzt durch das intensive Kadertraining hat sie ihre Leistung stetig verbessern können. Das soll natürlich so bleiben - und zwar immer im Einklang mit den anderen Interessen, die die Schülerin so zahlreich vereint.