Kommunalpolitiker gegen Bad-Aus

Fechingen. Am Halberg ist das Thema "Schließung des Fechinger Kombibades" (die SZ berichtete) weiterhin der Aufreger. Auch die Fechingerin Cincia Wack ist erbost über diese Nachricht

Fechingen. Am Halberg ist das Thema "Schließung des Fechinger Kombibades" (die SZ berichtete) weiterhin der Aufreger. Auch die Fechingerin Cincia Wack ist erbost über diese Nachricht. Sie sagt: "Zur Schule müssen unsere Kinder nach Ensheim gehen, die katholische Kirche wird im November entweiht, das Fechinger Schwimmbad soll jetzt geschlossen werden, was sollen wir Fechinger noch alles einfach mal so akzeptieren?" Nach Bezirksbürgermeister Daniel Bollig, der sozialdemokratischen Bezirksratsfraktion, dem CDU-Ortsverband Brebach-Fechingen und den Halberg-Grünen melden sich jetzt weitere Vertreter der Kommunalpolitik zu Wort. Der Vorsitzende der SPD Brebach-Fechingen, Günther Karcher, spricht sich für den Erhalt aus: "Angesichts der Bedeutung des Bades für die Menschen im Osten der Landeshauptstadt ist eine Schließung, auch im Kontext einer zielorientierten Stadtteilentwicklungspolitik, nicht hinnehmbar." Er verweist darauf, dass Brebach-Fechingen im Achsen-Zentren-Modell als ausgewiesenes Nebenzentrum zu stärken ist. Gleichzeitig stellt er aber eine Rückwärtsentwicklung des Stadtteiles fest und zählt auf: "Schließung Grundschule Hasenberg, Verhinderung Neubau Krankenhaus Halberg, Leerstände von Ladenlokalen in der Saarbrücker Straße und Verzögerung bei der Ausweisung von Bebauungsgebieten." Wenn jetzt noch das Fechinger Bad geschlossen werde, konterkariere dies eine vernünftige Stadtteilpolitik. Er fordert, durch ein Bäderbetriebskonzept den wirtschaftlichen Betrieb des Fechinger Bades sicherzustellen.Pflege sozialer KontakteProtest kommt auch von den Linken. Bezirksratsmitglied Johann Erbes: "Wir wehren uns gegen die Schließung des Kombibades in Fechingen und hoffen, dass sich die Stadtratsfraktion der Linken auch gegen diese Maßnahme ausspricht." Wegen eines Prestigeobjekts wie "Stadtmitte am Fluss" dürften die Außenbezirke nicht ausbluten. Erbes befürchtet Nachteile für die Halberger Schüler und die Vereine, die auf das Schwimmbad angewiesen sind. Und er gibt auch zu bedenken: "Ein Schwimmbad dient auch den sozialen Kontakten, gerade für ältere Mitbürger ist dieses ein wichtiges Grundbedürfnis." Er regt an, dass die Bürger zur nächsten Sitzung des Bezirksrates am Mittwoch, 3. März, ins Brebacher Rathaus kommen, um ihre Solidarität zum Kombibad zu bekunden.