Verkehr : Der Kreisel soll die Dauerstaus beenden

Die Zustände an der Heringsmühle nerven täglich Pendler. Ein Kreisverkehr soll alles verbessern. Aber vorher kommt auf Fahrer eine harte Geduldsprobe zu.

Alles andere als rund läuft der Verkehr am Fechinger Ortsrand. Wo die viel befahrene Flughafenstraße als Heringsmühle in die Provinzialstraße mündet, geht es werktags vor allem morgens und abends für Ein- und Auspendler in und aus Richtung Mandelbachtal und St. Ingbert meist nur stockend voran.

Die Einmündung gewährt Geradeausfahrern zwischen Brebach und Fechingen Vorfahrt. Wer auf die Flughafenstraße will oder aus Richtung Ensheim kommt, muss Vorfahrt gewähren. Mehr als zehn Jahre sind sich Kommunalpolitik und Verwaltung einig, dass dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt das Aufkommen nicht mehr bewältigen kann. Sie setzen auf einen Kreisverkehr, der jetzt verwirklicht werden soll. Gestern befassten sich der Bezirksrat Halberg und der Verkehrsausschuss des Stadtrates mit dem Vorhaben.

Laut Verwaltungsvorschlag soll dieser Kreisel einen Außendurchmesser von 32 Metern haben. Gegenüber einem üblichen Verkehrskreisel enthält das vorgestellte Planungsergebnis zwei Besonderheiten: Zum einen wird eine zweistreifige Zufahrt aus Richtung Brebach kommend eingerichtet, deren rechter Fahrstreifen nach Fechingen führt. Wer zum Flughafen will, benutzt die linke Spur. Wer aus Richtung Flughafen kommt und zur Autobahn oder nach Brebach will, muss nicht in den Kreisel. Er nutzt eine gesonderte Fahrspur, einen sogenannten Bypass. Auch an Radfahrer, Fußgänger und Menschen mit Gehbehinderungen ist gedacht. Fußgänger haben an zwei der drei Kreiszufahrten behindertengerechte Übergänge.

Für Radler ist ein Teil des Kreisels mit einem Streifen abgetrennt. Veränderungen kommen auch auf Bus-Nutzer zu. Die Haltestelle "Heringsmühle" wird Richtung Fechingen vor die neuapostolische Kirche verlegt und barrierefrei ausgebaut. Die gleichnamige Haltestelle für Busse aus Richtung Ensheim bekommt eine Haltebucht am Bypass und wird ebenfalls barrierefrei.

Die ersten Bauabschnitte dienen dazu, Leitungen zu verlagern, die noch unter der künftigen Kreisel-Fläche liegen. Sie sollen danach unter den Bordsteinen statt unterhalb der Fahrbahn liegen und wären damit für Reparaturen besser zu erreichen.

Bereits Ende des Monats sollen die anderthalb Jahre dauernden Arbeiten beginnen. In dieser Zeit sind Fechingen und Ensheim nicht immer direkt erreichbar. Dann sind Umleitungen eingerichtet. Den Verkehr Richtung Fechingen betrifft das zum Beispiel in den ersten beiden Wochen des Kreiselbaus. Über die jeweiligen Maßnahmen will die Verwaltung rechtzeitig informieren, natürlich auch in der Saarbrücker Zeitung. Das sagte Stadtsprecher Thomas Blug.

Den Kommunalpolitikern war in der gestrigen Sitzung wichtig, die Bürger rechtzeitig zu informieren. Das soll am Mittwoch, 24. Mai, ab 19 Uhr in der Fechinger Festhalle geschehen.

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