1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt

Fabelwesel feiern in der Congresshalle: So war's beim Premabüba 2020

Kostenpflichtiger Inhalt: Premabüba 2020 : Elfen, Gnome, Engel und Hexen in Feierlaune

Beim traditionellen Premabüba in der Saarbrücker Congresshalle wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt. Mit dabei: ein Stargast.

Zwei Schmetterlinge tanzen ausgelassen zu dem Bee-Gees-Klassiker „Staying alive“, mit dem die Band „Brass Machine“ den Gästen im Foyer Ost einheizt. Peter Pan und Captain Hook singen gemeinsam den Hit „1000 Mal berührt“. Und bei einer Polonaise ziehen Elfen, Gnome, Engel und Hexen gemeinsam durch die Saarbrücker Congresshalle. Bei der Wahl ihrer Kostüme zeigten die 5000 Gäste des ausverkauften „Premabüba“ unter dem Motto „Elfenstaub und Fabelwesen“ viel Fantasie.

So ging Jan-Luca aus Saarlouis, der zusammen mit seinen Eltern den Ball besuchte, als Ringgeist. In dem aufwendigen, handgefertigten Kostüm steckte viel Arbeit: „Alleine für die Handschuhe haben wir eine Woche gebraucht“, erklärte er. Auch Anna und Vanessa aus Wadgassen investierten in ihr Meerjungfrauen-Outfit mit Netzen und zahlreichen echten Muscheln als Oberteil viel Zeit. „Wir wollten mal etwas anderes machen und neue Leute treffen“, erklärten sie. Deshalb hätten sie sich erstmals für den „Premabüba“ entschieden, berichteten die beiden. Überhaupt waren auf der Traditions-Party in diesem Jahr viele Premieren-Gäste anzutreffen. „Wir haben gehört, dass das hier ein sehr gepflegter Ball mit Niveau und Super-Stimmung ist“, sagten Stefan und Ines aus Merzig. Zudem lag Ines mit der Idee, ihr Einhorn-Kostüm mit LED-Lichterketten aufzupeppen, voll im Trend.

Im Saal Ost spielte die Band „Magic“ den Hit „Viva la Vida“ von Coldplay – und drei „Zauberer“ grölten lautstark mit. Neben Abrocken war dort Abtanzen angesagt. In Crash-Kursen konnten Parkett-Neulinge von Tanzlehrer Volker Gebhardt noch schnell ein paar Basics im Discofox lernen.

In der „SR 1 Disco“ waren derweil zwei Astronauten gelandet: Die DJs Eric Dessloch und Lars Looper heizten der Menge mit 90er-Hits wie „Freed from Desire“ ein. Eine Gruppe von „Star-Wars“-Jüngern verzichtete lieber auf das Tanzen. In ihren Kostümen mit Helmen werde es schnell heiß. Und auch das Trinken sei nicht so einfach, erkärte Pascal Grimm. Doch dies nahmen die Fans der Filmreihe gerne in Kauf. Während die Live-Band „The New Generation XS“ nebenan im Foyer West „Bilder von Dir“ von Laith Al-Deen anstimmte, erfüllten sie die Fotowünsche der anderen Besucher. Billig sind ihre handgefertigten Kostüme nicht gerade. Allein der „Kopf“ ihres Anführers Dirk Russy, der die Rolle von Darth Vader spielte, kostete demnach 1000 Euro.

Im neuen „Club Kollektiv“, für den der große Saal mit moderner Lichttechnik vollgepackt wurde, flirtete derweil zu dem Charthit „One Kiss“ Rotkäppchen mit dem Wolf. Erstmals legten dort die Haus-DJs aus drei Saarbrücker Nachtclubs gemeinsam auf: „Eine super Sache, jeder zeigt, was er kann“, sagte DJ Moh. Weit nach Mitternacht hatte sich dann noch ein Überraschungsgast angesagt: Der saarländische „DSDS“-Kandidat Kevin Jenewein aus Sulzbach stand nach seinem Weiterkommen am Abend in der TV-Show beim „Premabüba“ live auf der Bühne. Zurzeit werde er überall erkannt und nach Selfies gefragt: „Eineinhalb Stunden muss ich dafür schon einrechnen“, sagte er. Von seinem „DSDS“-Song „Uptown Funk“ bis zu dem „PUR-Hitmix“ unterstütze er DJ Tim Slawick mit Live-Gesangs-Einlagen.

CCS-Geschäftsführer Ralf Kirch zeigte sich mit der Resonanz auf die närrische Party sehr zufrieden. Sowohl das Motto als auch das neue Club-Konzept im großen Saal seien gut angekommen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So war’s beim Premabüba (2/2)