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„Fertighaus“ für Meister Adebar

So sah es aus, als der Nabu seine Nisthilfen für Störche aufstellte. Foto: Karl Theodor Elberskirch
So sah es aus, als der Nabu seine Nisthilfen für Störche aufstellte. Foto: Karl Theodor Elberskirch FOTO: Karl Theodor Elberskirch
Eschringen. Die Ortsgruppe (OG) Eschringen-Ensheim des Naturschutzbundes (Nabu) will den Storch – im Volksmund einst bekannt als Meister Adebar – in Eschringen wieder heimisch machen. Zwei Nisthilfen sollen die Tiere zum Bleiben animieren. red

Störche, die auf der Suche nach einem guten Nistplatz über Eschringen fliegen, sehen dort jetzt zwei mehr oder weniger bezugsfertige Storchennester - quasi zwei "Fertighäuser " für ihresgleichen, genannt Nisthilfen. Die eine steht im Osten von Eschringen an der Gemarkung Ormesheim in der Nähe des Buschbachtales - die andere an der Gemarkungsgrenze zu Fechingen im Westen in der Nähe des Saarbaches. Das teilt der Nabu mit. Norbert Fritsch hatte dem Nabu vorgeschlagen, in Eschringen Storchennisthilfen aufzustellen. Die Entfernung zu den im Bliestal brütenden Störchen beträgt rund 20 km Luftlinie. Mehrfach wurden auch schon Störche über Eschringen gesehen. Fritsch ließ die Nester in der Werkstatt der Neuen Arbeit Saar anfertigen. Hubert Niederländer spendete die Masten und alles, was nötig war, um sie aufzustellen. Jürgen Wahrheit machte die Halterungen für die Nester. Eigentlich wollte der Nabu die beiden Nisthilfen schon im Herbst 2015 aufstellen. Dazu hatte sich der Nabu mit Heribert Klein vom Ponsheimer Hof auf Standorte auf Weideland geeinigt. Aber das Wetter war bis zum Juli 2016 durchgängig so schlecht, dass die Wiesen permanent aufgeweicht waren. Also war es auch unmöglich, mit schweren Geräten auf den Wiesen herumzufahren. Dabei wären die Wiesen beschädigt worden. Anfang Juni 2016 war es endlich so weit. Das Wetter wurde besser. Die Wiesen trockneten. Und der Nabu konnte die Nisthilfen aufstellen.