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Spielplatz
Das Spielhaus bleibt geschlossen

Das Spielhaus auf dem Eschberg bleibt vorerst geschlossen. Die Belastung mit Formaldehyd ist zu hoch.
Das Spielhaus auf dem Eschberg bleibt vorerst geschlossen. Die Belastung mit Formaldehyd ist zu hoch. FOTO: Heiko Lehmann
Saarbrücken. Das Gebäude auf dem Eschberger Abenteuerspielplatz ist mit Formaldehyd belastet. Von Heiko Lehmann

Es geht relativ eng zu in diesen Tagen in den zwei verbleibenden Gebäuden auf dem Abenteuerspielplatz auf dem Eschberg. Küche, Spiel- und Werkraum für Kinder, Büroraum, Toiletten und Aufenthaltsraum für die Betreuerinnen sind seit fast zwei Monaten nur noch in zwei statt in drei Gebäuden untergebracht. Der Grund: Das Spielhaus des Abenteuerspielplatzes ist seit dem 21. Dezember 2017 zum Gesundheitsschutz geschlossen. Mitarbeiterinnen fiel im vergangenen Jahr ein ständiger, übler Geruch auf. Daraufhin hat die Landeshauptstadt das Gesundheitsamt informiert, die Sache wurde geprüft, und das Gutachten hat ergeben, dass eine erhöhte Belastung mit gesundheitsschädlichem Formaldehyd festgestellt wurde.


Wie die Stadt mitteilte, wurde das Gebäude in den 1970er Jahren in Fertigbauweise erstellt, und die Decken und Außenwände, die aus Pressspanplatten bestehen, seien belastet. Bei den beiden anderen Gebäuden handele es sich um eine Massivbauweise, und beide Gebäude seien nicht belastet.

Am 20. Dezember teilte die Stadt per Pressemitteilung mit, dass das Gebäudemanagement prüft, welche Maßnahmen an dem Gebäude notwendig sind, um es von den Schadstoffen zu befreien. Das könne von einer Kernsanierung bis zum Abriss reichen. In dieser Woche fragte die SZ bei der Stadt nach dem aktuellen Stand der Prüfungen. Und siehe da: Auch sieben Wochen nach der Schließung wird immer noch geprüft.



Die weitere Vorgehensweise werde momentan unter den beteiligten Fachämtern abgestimmt, und die Landeshauptstadt prüfe derzeit verschiedene Optionen, teilte die Stadt mit. Wann das Spielhaus wieder öffnen wird, sei völlig unklar und abhängig von den Lösungsmöglichkeiten, die zur Zeit entwickelt werden. Da sich durch die niedrigen Temperaturen und das nasse Wetter auf dem Abenteuerspielplatz zurzeit nur wenige Kinder tummeln, ist das Platzangebot in den beiden verbleibenden Gebäuden noch ausreichend. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass bei ansteigenden Temperaturen auch wieder deutlich mehr Kinder auf den Spielplatz kommen.  Dazu erklärt die Stadt: „Wir sind an einer schnellen Lösung interessiert. Es besteht hinsichtlich wärmerer Temperaturen im Frühling beziehungsweise im Sommer aber kein Zeitdruck. Im Gegenteil – wenn die Temperaturen steigen, so zeigt die Erfahrung aus den vergangenen Jahren, werden auf dem Spielplatz fast ausschließlich Angebote im Freien stattfinden.“