Spaß mit der FDP : Es hätte schlimmer kommen können

Gerald Kallenborn wird zwar nicht Oberbürgermeister von Saarbrücken, dafür hat er seinen Humor bewahrt.

Gerald Kallenborn ist ein guter Verlierer. Der Parteilose, der für die Saarbrücker FDP auszog, um alle anderen Oberbürgermeister-Kandidaten das Fürchten zu lehren und am Ende lernte, dass man sich vor ihm nicht fürchten musste, beweist Humor. „Leider war das Ergebnis nicht so wie von allen erhofft. Es war aber eine spannende Reise und die Sache wert“, teilte er seinen Unterstützern mit. 2975 Stimmen hatte der Rechtsanwalt am vergangenen Sonntag geholt. Nur vier Prozent aller Saarbrückerinnen und Saarbrücker, die zur Wahl gingen, hatten ihn also gewählt.

Und um zu zeigen, dass er den Humor, mit dem er im Wahlkampf sparsam umgegangen ist,  nicht verloren hat, schickte er eine Nachricht aus dem indischen Punjab mit als „ein Beispiel dafür, dass es noch viel schlimmere Wahlergebnisse geben kann“.

In Indien hatte ein Kandidat nur fünf Stimmen bekommen. Was besonders bitter war, weil neun seiner Familienmitglieder bei der Wahl ihr Kreuzchen gemacht hatten.

Dass Kallenborn bei der nächsten Wahl als Humorist für Die Partei antreten will, gilt allerdings als unwahrscheinlich.