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Türkische Militärangriffe in Syrien
Erneut Kurden-Demo in Saarbrücken gegen Bomben auf Landsleute

Erneuter kurdischer Protest in Saarbrücken gegen türkische Angriffe auf Syrien angekündigt. Die Demonstrationen richten sich zudem gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei (Symbolbild).
Erneuter kurdischer Protest in Saarbrücken gegen türkische Angriffe auf Syrien angekündigt. Die Demonstrationen richten sich zudem gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei (Symbolbild). FOTO: dpa / Tobias Hase
Saarbrücken . Nach zuletzt mehreren spontanen Demonstrationen von Kurden in der Landeshauptstadt gegen den Krieg in Syrien kommt es am Dienstag (20. März 2018) zu einem angemeldeten Protest. Von Matthias Zimmermann
Matthias Zimmermann

Für ihre Demonstration zum kurdischen Neujahrsfest Newroz erhalten die Organisatoren von der Aktion 3. Welt Saar sowie dem Saarländschen Flüchtlingsrat Beistand. Beide Vereine rufen dazu auf, am Dienstag, 20. März, die Kundgebung zu unterstützen, die um 18 Uhr auf dem Saarbrücker Landwehrplatz beginnen soll. Diesmal stehe die Veranstaltung anlässlich des kurdischen Neujahrsfestes Newroz im Zeichen des Krieges in Syrien. Der Protest richtet sich insbesondere gegen die türkischen Angriffe auf die von Kurden bewohnte nordsyrische Stadt Afrin. Gertrud Selzer vom Vorstand der Aktion 3. Welt Saar spricht in diesem Zusammenhang von „türkischer Militäraggression“ und von „Kriegsverbrechen, das massenhaft Leid und Fluchtursachen produziert“. Deutschland sei mit Waffenlieferungen an die Türkei mitschuld an dieser Situation, heißt es dazu in einer Mitteilung.


Das Demonstrationsrecht der Kurden zu respektieren, mahnt indes Peter Norbert für den Flüchtlingsrat an. In diesem Zusammenhang kritisiert er die Stadt Saarbrücken. Sie habe durch unüberwindbare Auflagen im November eine Demo „de facto verboten“. Gleichzeitig fordern beide Organisatoren übereinstimmend einen Dialog mit dem Kurdischen Gesellschaftszentrum Saarbrücken.

In der vergangenen Woche war es zu mehreren spontanen Protestmärschen von Kurden durch die Landeshauptstadt gekommen, an der sich jeweils mehrere 100 Menschen beteiligten. Diese richteten sich ebenfalls gegen türkische Angriffe auf kurdische Städte in Syrien. Die nicht genehmigten Veranstaltungen verliefen friedlich.