Weiter Kühl- und Abschiedsraum auf Ensheimer Friedhof

Gestern berichtete die SZ, dass die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Ensheim Unterschriften sammeln, um zu verhindern, dass bei der Sanierung der Einsegnungshalle auf dem Friedhof in Ensheim die Kühl- und Abschiedsräume wegfallen. Daraufhin teilte gestern Nachmittag die Stadtverwaltung mit, sie werde diese Räume nun doch erhalten. Nach der Sanierung der Einsegnungshalle solle es weiterhin "einen Abschiedsraum samt Kühlplatz für den Verstorbenen" geben. Einen entsprechenden Entwurf wollte die Stadtverwaltung noch gestern dem Ausschuss für Friedhofswesen vorlegen. "Damit reagiert die Verwaltung auf Wünsche der Ensheimer Kirchengemeinden und aus der Bevölkerung", erklärte gestern die Stadt-Pressestelle.

In ihrem ersten Entwurf hatte die Verwaltung vorgesehen, im Rahmen der Sanierung aus Kostengründen keine Kühlzellen mehr vorzuhalten. Laut Pressestelle gab es in den vergangenen Jahren in Ensheim nur noch 8 bis 10 Körperbestattungen pro Jahr. Im Bestattungsbezirk Ost unterhalte die Stadt insgesamt 15 Kühlplätze in zwölf Kühlzellen auf den Friedhöfen Bischmisheim, Bübingen, Ensheim , Eschringen und Güdingen neu. Das gehe zurück auf die Zeit, als es deutlich mehr Körperbestattungen (75 Prozent) als Urnenbestattungen gab (25 Prozent). Dieses Verhältnis - so erläuterte die Pressestelle - habe sich inzwischen genau umgekehrt.

Mit dem neuen, noch im Detail zu erarbeitenden Konzept will die Verwaltung einen "finanzierbaren Kompromiss" finden, der den Entwicklungen in der Bestattungskultur gerecht wird.