Selbst ans Messer geliefert : Mit Haftbefehl gesuchter Mann stellt Notausweisantrag am Ensheimer Flughafen

Ein Franzose hat das Interesse der Polizei auf sich gezogen. Die stellte fest, dass die Saarbrücker Staatsanwaltschaft den Mann längst einbuchten wollte.

Urlaub mit Hindernissen: Damit hat sich ein 41-Jähriger auseinandersetzen müssen, wie Dieter Schwan, Sprecher der Bundespolizei in Bexbach, mitteilt. Demnach wollte ein Mann mit seinem Sohn gen Süden aufbrechen, auf Mallorca gemeinsame Zeit verbringen. Das erste Problem: Der Junge hatte keinen gültigen Ausweis. So wandte sich dessen Vater an die Bundespolizei am Flughafen in Ensheim, um einen Not-Reiseausweis zu beantragen.Damit löste er das zweite Problem aus. Denn die Beamten kontrollierten bei dieser Gelegenheit auch die Personalien des Antragstellers.

Was sie dabei feststellten: Der Franzose war bereits in Deutschland aufgeflogen, weil er betrunken mit dem Auto unterwegs gewesen sein soll. Ein entsprechender Haftbefehl lag den Ermittlern dazu vor. So hielten sie ihn erst einmal fest – bis er Geld locker machte. 1433 Euro musste er löhnen, um vom Knast verschont zu werden. Erst dann hoben beide zur gemeinsamen Reise ab.