Leck in Gasleitung : Gas-Alarm: Großeinsatz in Ensheim

Unterirdische Bohrmaschine trifft Leitung – Leck erst nach 5 Stunden abgedichtet.

Bauarbeiter haben am Donnerstag gegen 11 Uhr in der Kirchstraße eine Gasleitung getroffen. Das geschah, als sie eine sogenannte Bodendurchschlagsrakete nutzten. Dieses Gerät soll Tiefbauarbeiten eigentlich beschleunigen. Stattdessen erwischte der unterirdische Riesenbohrer die  Leitung.

Es folgte einer der spektakulärsten Feuerwehreinsätze des Jahres. Denn der „erhebliche Gasaustritt“ ließ sich nicht so schnell beenden. Der Einsatzleiter verdeutlicht, was in Ensheim los war: „Ein Abstellen der Gaszufuhr war nicht so einfach möglich, da an der Austrittsstelle von drei verschiedenen Leitungen aus Gas nachströmte.“

Um es abstellen zu können, waren also auch an drei Stellen erst einmal Erdarbeiten zu erledigen. Danach galt es, so schnell wie möglich die Leitungen anzubohren und mit Absperrvorrichtungen zu versehen. Das dauerte eine ganze Weile. Währenddessen strömte das Gas weiterhin aus.

Um Explosionen zu verhindern, mussten Mitarbeiter der Stadtwerke regelmäßig die Gaskonzentration in den umliegenden Gebäuden messen. Sogar auf eine Evakuierung richteten sich die Helfer ein. Doch das war schließlich nicht mehr nötig. Fünf Stunden nach dem Leitungstreffer ließ sich die Gaszufuhr schließlich stoppen.

Damit endete zwar für die Feuerwehr der Einsatz. Für die Stadtwerke jedoch begann dann erst die Reparatur der beschädigten Gasleitung. Die Experten gingen gestern Abend davon aus, dass der Einsatz bis gegen 22 Uhr dauern würde.