DJK Ensheim : „Rund um den Flughafen“ in Richtung Normalität

Die DJK Ensheim richtet ihr traditionelles Sportfest aus, das diesmal auch eine Art Ersatz für die ausgefallene 100-Jahrfeier ist.

Die vergangenen Monate waren für alle Sportvereine schwierig und entbehrungsreich. Für die DJK Ensheim galt dies insofern noch ein Stückweit mehr, weil der knapp 900 Mitglieder zählende christlich orientierte Verein im vergangenen Jahr eigentlich sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hätte. Doch aus den geplanten Feierlichkeiten wurde Corona-bedingt nichts. Zudem fiel auch das traditionelle Sportfest „Rund um den Flughafen“ der Pandemie zum Opfer.

Umso größer ist bei den Ensheimern die Freude, dass sie ihre Veranstaltung wieder feiern und Sportlern und Besuchern ein Programm anbieten können. Von diesem Freitag, 2. Juli, bis Sonntag, 4. Juli, läuft der erste Teil der 46. Auflage des Sportfestes der DJK, das normalerweise an Pfingsten über die Bühne geht. Aufgrund der Corona-Lage wurde der Termin diesmal später gewählt, um bei der Durchführung auf der sicheren Seite zu sein.

„In Zeiten der Pandemie bedarf es einfach eines größeren Vorbereitungsaufwands“, sagt Organisationsleiter Peter Leismann angesichts der besonderen Vorkehrungen, die der Verein erfüllen muss. Unter anderem wird es in Kooperation mit einer Apotheke ein Corona-Testcenter vor Ort geben, um sowohl Teilnehmer w auch Besucher des Sportfestes testen zu können.

Inzwischen sind die Vorbereitungen soweit abgeschlossen, sodass es an diesem Freitag losgehen kann. Das Sportfest-Wochenende steht vor allem im Zeichen des Nachwuchses, der in den vergangenen Monaten besonders unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden hatte. „Wir haben es geschafft, Jugendturniere auf die Beine zu stellen und freuen uns, dass die Kinder und Jugendlichen nun endlich wieder die Gelegenheit bekommen, sich im Spiel miteinander zu messen“, sagt Leismann. 40 Mannschaften von der G- bis zur B-Jugend werden beim Ensheimer Sportfest an den Start gehen, darunter alle Mannschaften der gastgebenden DJK Ensheim.

Leismann sieht die Ausrichtung des Sportfests auch generell als ein wichtiges Zeichen. „Einfach um zu zeigen: Mensch, uns gibt es noch“, sagt das Ensheimer Vorstandsmitglied: „Wir alle leben und brennen für ein gemeinsames Vereinsleben. Dafür, sich mit Freunden zu treffen und gemeinsam Sporterlebnisse zu feiern. Das alles ruht seit über einem Jahr. Von daher ist das Sportfest ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Normalität.“ Verbunden mit der Hoffnung, dass die Veranstaltung von der Bevölkerung entsprechend gut angenommen wird. Denn hinter der DJK Ensheim liegt nicht nur eine zwischenmenschlich entbehrungsreiche Zeit, sondern auch eine finanziell schwierige – wie bei so ziemlich allen Sportvereinen.

Dennoch geht bei den Ensheimern der Blick nach vorne, wie der DJK-Vorsitzende Martin Warm betont: „Nach den langen schweren Zeiten des Lockdowns mit den einsamen und langweiligen Wochenenden auf der Couch dürfen wir endlich wieder Sport treiben und Gäste auf und am Sportplatz bewirten. Deshalb schauen wir nach vorne und nicht zurück.“

Eine wichtige Aufgabe für die nächsten Wochen und Monate sehen Leismann und Warm nicht zuletzt in Sachen Motivation. „Das wird eine der wichtigsten Herausforderungen sein: Die Leute nach der schwierigen Zeit wieder zu motivieren“, sagt Leismann. Und Martin Warm ergänzt: „Wir müssen aufpassen, dass uns diese engagierten Menschen, wie wir sie bei uns im Verein haben, nicht verloren gehen beziehungsweise dafür Sorge tragen, dass solch engagierte Menschen neu dazu kommen. Wenn uns das gelingt, ist es mir um die Zukunft unserer DJK Ensheim nicht bange.“ Das eigene Sportfest sei eine besonders wichtige Veranstaltung, um den Zusammenhalt im Verein zu fördern.

Am Samstag, 17. Juli, wird bei der DJK Ensheim der zweite Teil des Sportfestes mit einem Aktiven-Turnier sowie weiteren Aktivitäten über die Bühne gehen.