| 20:23 Uhr

Bezirksrat
Arbeiten an Trauerhalle teurer als erwartet

Ensheim. Stadt saniert auf dem Ensheimer Friedhof Dach, Boden, Wände und Fenster. Von Andreas Lang

Die Trauerhalle des Ensheimer Friedhofs wird derzeit grundlegend saniert. Unter anderem teilt die Stadt den Raum des Trauerortes neu auf, um eine Urnenhalle zu errichten. Außerdem werden Teile des Dachs, des Betons, Boden und Wände sowie Fenster saniert. Darüber hinaus erneuerte die Stadt Elektroleitungen, Heizung, Kühlung und die Sanitärräume.


Dabei wurde einiges teurer als erwartet. Als Grund führt die Verwaltung die starke Baukonjunktur an. Zudem seien erst während des Umbaus notwendige weitere Arbeiten erkennbar geworden, beispielsweise die Sicherung und Instandsetzung der Apsis.

Derzeit werde ein Gutachten erarbeitet, welches die darüber hinaus notwendigen Sanierungskosten für die Glasfassade und den Glockenturm ermittelt. Um die dringend notwendigen Betonsanierungsarbeiten erledigen zu können, wird zusätzliches Geld benötigt. Im Bezirk Mitte ist die Trauerhalle St. Johann bereits fertig saniert. Für die Ausstellung über Willi Graf werden 15 000 Euro benötigt, aus dem dazu bereitgestellten Haushaltsposten sind noch 70 000 Euro übrig. Gleiches gilt für die Trauerhalle Klarenthal im Bezirk West, bei der noch knapp 40 000 Euro über sind. Geld, das jetzt ins Ensheimer Projekt übertragen werden kann, da die beteiligten Bezirksräte zugestimmt haben. Wie Beziksbürgermeister Daniel Bollig (CDU) informiert, sei mit der Einrichtung einer Urnenhalle und damit mit der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten Eile geboten: „Denn auf dem Ensheimer Friedhof sind sämtliche Urnenwände voll.“ Neue stünden erst mit der Urnenhalle wieder zur Verfügung. Während des Engpasses seien Urnenbestattungen derzeit höchstens noch in einem Rasengrabfeld möglich. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, die Urnen bis zur Fertigstellung der Halle verwahren zu lassen.