Das Waldhaus im Ensheimer Tal ist zu

Sonntag war die „letzte Schicht“. Das Waldhaus im Ensheimer Tal wurde von Gertrud und Edwin Zimmermann nach 47 Jahren Betrieb aufgegeben und geschlossen. Viele Verwandte und Freunde packten noch einmal kräftig an und gestalteten dem Paar einen unvergesslichen Tag.

Das Ausflugslokal im Ensheimer Gelösch begann als Schlafhaus für die Forstarbeiter der einst selbstständigen Gemeinde Ensheim , startete noch ohne fließendes Wasser und mit Plumpsklo als Lokal für Wanderer und war zuletzt eine Speisegaststätte für Ausflügler und Erholungssuchende am Ensheimer Brunnenweg (die SZ berichtete).

Die 79-jährige Köchin und Wirtin Gertrud Zimmermann hat mit Wehmut am Sonntagabend abgeschlossen und die letzten Gäste verabschiedet, aber die Familie kann den Betrieb nicht mehr stemmen. "Seit der Veröffentlichung in der SZ kamen ungezählte Gäste zu uns, selbst unter der Woche war viel los", erzählt Schwiegersohn Ulrich Laubsch. Leider habe sich aber niemand gemeldet, der Interesse hat, den Betrieb im Sinne der Inhaberin weiterzuführen.

Die Wirtin wünscht sich nämlich, dass der Charakter als Ausflugslokal erhalten bleibt, und Kinder ebenso willkommen sind, wie "geschwitzte" Radfahrer oder glückliche Pilzsucher. Das Waldhaus soll daher auch erst einmal im Familienbesitz bleiben. "Sagen wir mal, wir machen längere Betriebsferien", sagt Laubsch: "Wir müssen die neue Situation erst einmal sacken lassen."

Dass es sich die Familie noch mal anders überlegt, schließt er aber aus. Mit dem Waldhaus schloss am Sonntag das letzte von einst zwei Ausflugslokalen im Ensheimer Waldgebiet.