Co-Pilotin zog Fahrwerk zu früh ein

Ensheim · Die Notlandung einer Luxair-Maschine in Saarbrücken Ende September ist auf menschliches Versagen zurückzuführen. Das ergaben die internen Untersuchungen.

 Die Bauchlandung dieser Luxair-Maschine führte am 30. September zur Sperrung des Saarbrücker Flughafens. Foto: B&B

Die Bauchlandung dieser Luxair-Maschine führte am 30. September zur Sperrung des Saarbrücker Flughafens. Foto: B&B

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Wie das Luxemburger Tageblatt berichtet, wurde die Co-Pilotin der notgelandeten Maschine jetzt vom Dienst befreit. "Es war ein menschlicher Fehler," sagt Luxair-Direktor Adrien Ney am Dienstagmorgen gegenüber Journalisten.

Weitere Details gab es von Martin Isler, er führt das Airline-Geschäft.: "Kurz vor der Rotation wurde bereits der Fahrwerkshebel betätigt." Das Flugzeug hatte also noch nicht abgehoben, als das Fahrwerk einfuhr. Mit Rotationsgeschwindigkeit kommt das Flugzeug sicher vom Boden weg. Das war in Saarbrücken nicht der Fall. Es fehlten noch drei Sekunden bis zur richtigen Geschwindigkeit.

Die Maschine rutschte über die Piste. Duch die Reibungshitze kam es zur Rauchentwicklung. Dank der schnellen Reaktion des Kapitän konnte Schlimmeres verhindert werden, heißt es. Er übernahm die Flugkontrolle und setzte die Maschine ohne Fahrwerk auf die Piste auf. Das Flugzeug vom Typ Q400 hatte keine technischen Probleme.

Das Flugzeug erlitt nach der Bruchlandung einen Millionen-Sachschaden. Der Rumpf wurde aufgerissen, ein Propeller zerstört und die Flügelaufhängung ist verbogen. Ob die Maschine überhaupt repariert werden soll, entscheidet die Fluggesellschaft im Dezember.

Flug LG 9562 mit 20 Passagieren hob am 30. September in Saarbrücken ab. Die Propellermaschine Q400 war auf dem Weg von Hamburg in Saarbrücken planmäßig zwischengelandet und sollte eigentlich weiter nach Luxemburg fliegen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

>>> ausführlicher Bericht folgt

Video Peter Stefan Herbst