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Brunnenfreunde restaurieren Gedenktafeln

Richard Junker und Werner Hennchen bei der Montage der letzten Granitplatten am Ehrenfriedhof in Ensheim. Foto: Wolfgang Vogelgesang
Richard Junker und Werner Hennchen bei der Montage der letzten Granitplatten am Ehrenfriedhof in Ensheim. Foto: Wolfgang Vogelgesang FOTO: Wolfgang Vogelgesang
Ensheim. Der Ehrenfriedhof auf dem Triebenberg in Ensheim ist eine Gedenkstätte für insgesamt 56 Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind. Die Brunnenfreunde im Ensheimer Tal kümmern sich ehrenamtlich um diese Anlage. red

. Die Freunde der Brunnen im Ensheimer Tal haben seit 1997 eine Patenschaft für den Ehrenfriedhof auf dem Triebenberg in Ensheim übernommen. Diesen haben sie dann noch im selben Jahr komplett restauriert. Mittlerweile kümmern sich die Brunnenfreunde seit 19 Jahren sehr intensiv um die Pflege des Ehrenfriedhofes.


Bei dem Ehrenfriedhof handelt es sich um eine Gedenkstätte für 56 im März 1945 dort gefallene Soldaten aus ganz Deutschland. Der Zahn der Zeit hat inzwischen bei den 56 Gedenktafeln aus Granit mit den Namen und Daten der Soldaten genagt, sodass man die Schrift kaum noch erkennen konnte.

Es wurde deshalb beschlossen, in diesem Jahr bis zum Volkstrauertag am 13. November, an dem immer eine kleine Gedenk-und Mahnfeier dort stattfindet, diese Granittafeln zu restaurieren. Die Brunnenfreunde Werner Hennchen und Richard Junker haben sich sofort bereit erklärt, diese Arbeiten zu übernehmen. In drei Arbeitsabschnitten wurden die 56 Granittafeln demontiert und jeweils in der Heimwerkstatt von Richard Junker in Biesingen und Werner Hennchen in St. Ingbert dampfgestrahlt und gereinigt. Die Farbe von der alten verbliebenen Schrift der einzelnen Tafeln wurde in Handarbeit entfernt. Durch das Alter hatten die Granittafeln viele Einschlüsse, Glimmer hatte sich aus dem Granit gelöst, so dass die Beschriftung in langwieriger Handarbeit vorgenommen werden musste. Die Tafeln wurden dann anschließend poliert und versiegelt.



Dank für Arbeitseinsatz

Jetzt konnten beim letzten Arbeitsabschnitt die restlichen Gedenktafeln montiert werden. Der Vorsitzende, Wolfgang Vogelgesang, der bei diesen Arbeitseinsätzen auf dem Ehrenfriedhof als "Handlanger" fungierte, dankte Werner Hennchen und Richard Junker für ihren wochenlangen unermüdlichen Arbeitseinsatz: "Das war soviel Arbeit wie 56 Grabmale neu zu beschriften, nur die Tafeln waren nicht so schwer."

Durch diesen Arbeitseinsatz ist die Gedenkstätte wieder in bestem Zustand und man kann wieder die Namen und Daten der jungen 56 gefallenen Soldaten richtig erkennen und als Mahnung für die Sinnlosigkeit des Zweiten Weltkrieges sehen. Nun können die Wanderer, die am Tag der Brunnen im Ensheimer Tal, am Feiertag Maria Himmelfahrt, 15. August, den Ehrenfriedhof besuchen, an den restaurierten Tafeln innehalten.