Einsatz der Polizei und des SEK bei Arbeitsagentur in Saarbrücken

Großeinsatz : Schwere Straftat angekündigt – SEK riegelt Saarbrücker Arbeitsagentur ab

Ein von Mitarbeitern des Jobcenters betreuter Mann hat am Dienstag (20. August) für einen Großeinsatz von Spezialkräften der Polizei in der Landeshauptstadt gesorgt.

Über Stunden hat die Polizei die Arbeitsagentur in der Saarbrücker Hafenstraße durchsucht und großräumig abgeriegelt. Auslöser war ein Mann, der von Mitarbeitern des Jobcenters betreut wird. Er hatte dort Beschäftigten am Dienstagvormittag gedroht, bei seiner Rückkehr zuzuschlagen. Er wolle mit Waffen wiederkommen und kündigte eine Explosion in dem Haus an. Daraufhin alarmierte die Behördenleitung die Ermittler.

Ab 11.40 Uhr glich das innerstädtische Gebäude einem Belagerungszustand. Bis zu 80 Beamte, darunter Vertreter des Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren vor Ort, um eine mögliche Straftat zu verhindern.

Gleichzeitig, so informierte Udo Schneider von der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt, waren Ermittler auf der Suche nach dem 61-Jährigen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft durchsuchten sie dessen Saarbrücker Wohnung. Dort kam ihnen gegen 14 Uhr der Gesuchte entgegen. Widerstandslos ließ er sich festnehmen.

Zurzeit untersucht ihn ein Arzt, ob der Tatverdächtige in eine Psychiatrie muss. Hintergründe zu seiner Drohung liegen bisher nicht vor. Gegen 15 Uhr beendete die Polizei den Einsatz, nachdem sie die Arbeitsagentur nach möglichen Waffen und Sprengkörpern durchsucht hatte. Sie fanden aber nicht. Ob sie etwas in der Wohnung des Mannes entdeckten, sagte die Polizei nicht. Verletzt wurde niemand.