1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Landeshauptstadt

Eine Tarifreform des ÖPNV steht für 2020 im Saarland an

Tarifreform des ÖPNV : Für Fahrgäste könnte es bald billiger werden

Die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs im Saarland ist in der Diskussion. Für 2020 ist eine Reform angestoßen, deren Inhalte langsam Konturen annehmen. Die Veränderungen betreffen die Tarife.

So soll zum Beispiel eine Tageskarte eingeführt werden, die bis zwei Waben 6,90 Euro, landesweit 9,90 Euro kostet. Sie gilt für zwei Personen. Eine landesweite Tageskarte für fünf Erwachsene soll 18,90 Euro kosten.

Der Schwerpunkt der Tarifreform zielt aber auf regelmäßige Fahrgäste. Ein Saarland-Abo-Ticket steht zur Diskussion, das 39 Euro im Monat kosten wird. Es gilt jeden Tag nach neun Uhr im ganzen Land. Auch für die Schüler könnte es Neuerungen geben: Aktuell zahlen Jugendliche, die auf dem Schulweg ihre Wabe nicht verlassen, 49 Euro im Monat, und wenn beispielsweise Völklinger Eltern ihr Kind nach Saarbrücken auf die Schule schicken, 66,80 Euro. Jetzt gibt es die Idee, ein landesweites Schüler-Abo-Ticket für 49 Euro einzuführen. Geplant sind darüber hinaus ein Schüler-Freizeit-Ticket für 25 Euro ab 14 Uhr, ein Azubi-Jobticket und ein Geschwisterrabatt. Für den Berufspendler aus Karlsbrunn (siehe nebenstehender Text) ändert sich wahrscheinlich nichts. Auch die Wabenstruktur und die Vielzahl der Aufgabenträger im Regionalverband bleibt bestehen, wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums bestätigt.

Letzteres ist auch im Sinne der Kommunen. Erst vor wenigen Monaten sind Völklingen und Saarbücken aus dem Zweckverband ausgetreten. Spätestens wenn es an die Finazierung geht, müsse ohnehin der entsprechende Stadtrat miteinbezogen werden, sagt ein Sprecher der VVB.