Ein Saarbrücker auf der selben Strecke wie die Tour de France

Reise-Erlebnis : Im Ziel noch vor dem Gelben Trikot

Volker Zimmermann aus Saarbrücken ist mit seinen Freunden zur gleichen Zeit mit der Tour de France durch die Vogesen geradelt.

In unserer kleinen Sommerserie „Reise-Erlebnisse“ erzählen wir von großen und kleinen Abenteuern auf Reisen, die unsere Leser gern mit uns teilen möchten. Heute: Volker Zimmermann aus Saarbrücken.

Seit Jahren starten Volker Zimmermann und seine Freunde zu kleinen und großen Radtouren und verbinden sie nicht immer, aber oft auch mit einem Spendenaufruf für Menschen, die Hilfe benötigen. Zimmermann und Co. waren zum Beispiel die ersten, die auf dem im Mai 2017 neueingerichteten Lutherweg von Worms nach Wittenberg geradelt sind. Aber in der Regel liegt das Ziel irgendwo in Frankreich. Bis runter nach Nizza ging es mit ihnen sogar mal. In diesem Jahr aber blieben sie in der Nähe: in den Vogesen.

Dort waren sie aber nicht die einzigen Radfahrer. Zur gleichen Zeit, als Volker Zimmermann mit vier Freunden unter anderem die Quellen der Saar besuchten und dort übernachteten, traten die Profis der Tour de France in die Pedale. Drei Etappen führten sie durch die Vogesen. Und so kam es, dass die Gruppe um Zimmermann am selben Tag die gleiche Strecke befahren durfte wie die Profis. Natürlich ging das nicht direkt im Teilnehmerfeld, aber eine gute Zeitspanne davor. „Man fährt dann schon auf den gesperrten Straßen“, sagt Zimmermann. Die Zuschauer hatten sich bereits auf mitgebrachten Campingstühlen hingehockt und ein Picknick ausgepackt. Und als Zimmermann um die Ecke bog, sprangen sie auf und feuerten ihn voller Insbrunst an. „Man erlebt die Tour dann aus einer ganz eigenen Perspektive“, sagt der Saarbrücker und lässt spüren, wie sehr ihn auch noch die Erinnerung daran begeistert.

Dem nicht genug: Zimmermann und seine Freunden hatten auch eine Berechtigung, beim Start einer Etappe unter den Fahrern zu stehen, eine sogenannte Akkreditierung. Dort bekamen sie viele berühmte Radsportler zu sehen und konnten sogar einige Worte mit ihnen wechseln. Und nicht nur die: Dort waren auch die Familien der Profis versammelt. Zimmermann: „Die Freundin eines Fahrers hat mir erzählt, welche Ängste sie um ihren Freund aussteht, wenn er über die Strecke rast.“

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