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Friedenskonzert
Ein Konzert im Zeichen des Friedens

Bernhard 
Leonardy
Bernhard Leonardy FOTO: Oliver Dietze
Saarbrücken/Verdun. Ein besonderes musikalisches Spektakel soll in der Kathedrale von Verdun an das Ende des 1. Weltkrieges erinnern. Von Oliver Sandmeyer

„Ein richtig großes Friedenskonzert soll es werden“: Zum Gedenken an den Waffenstillstand von Compiègne – geschlossen zwischen dem Deutschen Reich sowie Frankreich und Großbritannien – und an das damit verbundene Ende des Erste Weltkriegs. Dieses jährt sich am 11. November zum hundertsten Mal.


Bernhard Leonardy, Kantor an der Basilika in St. Johann sowie Leiter der Musikfestspiele Saar, hat bereits 2014 grenzüberschreitend gearbeitet: Durch ein Konzert zum 30. Jahrestag des Handschlags von Mitterrand und Kohl wuchs in ihm „der Wunsch, diesen Freundschaftsgedanken weiterzutragen“. Lediglich einen historisch passenden Hintergrund galt es hierfür noch zu finden. Den fand der Organist im Zusammenfallen des Armistice-Feiertages,  des Gedenktages für gefallene französische Soldaten, und eben dem hundert Jahre zurückliegenden Ende des Ersten Weltkrieges. „Dass der Tag zudem ein Sonntag ist, ist perfekt“, sagt Leonardy.

In seiner Funktion als Leiter der Musikfestspiele Saar machte sich Leonardy daran und begann ein Friedenskonzert zu initiieren. An historischer Stätte: der Kathedrale von Verdun, der kleinen französischen Stadt, wo im Februar 1916 eine der schrecklichsten Schlachten des Ersten Weltkrieges begonnen hatte.



„Mein Wunsch war es, dass das Konzert von einem bedeutenden Dirigenten geleitet wird.“ Diesen fand man im russischen Maestro Vladimir Spivakov, der mitsamt der Russischen Nationalphilharmonie in Verdun aufspielen wird und nicht zuletzt durch die „große russische Musiktradition eine herausragende Aufführung verspricht“. Davon sind scheinbar auch der TV-Sender Arte sowie das Deutschlandradio überzeugt, die zugesichert haben, das Konzert übertragen zu wollen. Auf dem Spielplan stehen zwei Requien: das „deutsche“ Requiem von Mozart, sowie sein „französisches“ Pendant, komponiert von Charles Camille Saint-Saëns.

Der ebenfalls an den beiden Requien mitwirkende Deutsch-Französische Festivalchor zählt schon um die einhundert Köpfe. Die Planung ist jedoch noch nicht abgeschlossen, wie auch ein von Leonardy auf Facebook geteilter Beitrag zeigt: „Für das einmalige Unterfangen“ werden „noch hervorragende Musiker und Musikerinnen“ gesucht. „Ambitionierte Sänger, die sich zutrauen, die beiden Requien zu singen, dürfen gerne noch dazu stoßen.“

Zwar ist finanziell noch nicht alles in trockenen Tüchern – noch ist man auf der Suche nach weiteren Sponsoren – doch eines ist Bernhard Leonardy noch wichtig: „Das Konzert wird keinen Eintritt kosten, die völkerverbindende Kraft der Musik soll für jedermann zugänglich sein.“

Kontakt: musikfestspielesaar.de, info@musikfestspiele-saar.de, Telefonnummer: (06 81) 97 61 00