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Riesensause entlang der Saar: Drei Tage Menschen, Boote, Sensationen

Riesensause entlang der Saar : Drei Tage Menschen, Boote, Sensationen

Auch das 19. Saar-Spektakel erwies sich als wahrer Besuchermagnet. Rund 300 000 Gäste kamen, um zu feiern, zu staunen und zu genießen.

Die Sonne spiegelt sich in der Saar. Trommeln ertönen, und Jubelschreie hallen von beiden Seiten des Flusses. Drachenboote rasen über das Wasser im Wettkampf um die Erstplatzierung. Von einem großem Schiff blitzen bunte Lichter, und die Gäste feiern an Bord. Am Ufer schlängeln sich die Besucher auf der Suche nach Freunden und Essen aneinander vorbei oder beobachten das Treiben auf dem Fluss von einer Brücke aus. Andere sitzen auf ihren Booten und schwenken.

Das 19. Saar-Spektakel zog an diesem Wochenende  über 300 000 Besucher an. Neben den Wassersportveranstaltungen konnten sich die Besucher bei sonnigem Wetter auf verschiedene Weise selbst auf die Saar begeben.

Ob beim Stand-up-Paddling, bei Schiffsrundfahrten, bei Motorbootfahrten oder beim Schnuppertauchen: Viele kamen in Kontakt mit dem Fluss. Doch auch an Land unterhielten diverse Programme alle Altersklassen.

An der Bühne auf dem Tbiliser Platz zelebrierten die Fans ihre Künstler, wie zum Beispiel den Saarbrücker Rapper Esta, der seinen neuen Saarland-Song live performte. Zusätzlich präsentierten Firmen und Institutionen Attraktionen und Informationsstände. Eine dieser Attraktionen war der Kinderklettergarten, in dem die kleinen Besucher ihr Können beweisen konnten.

Daneben versuchten sie sich an einer von drei Stationen im Zielschießen auf Tischtennisbälle mit Wasserspritzpistolen. Die Kinder holten sich nach erfolgreich abgeschlossener Station einen Stempel bei einer Betreuerin wie Melodi Akoyl ab. „Wir betreuen Kinder und spielen mit denen“, sagte sie. Die Studentin sei aus Zweibrücken angereist, um auf dem Fest unter anderem den kleinen Besuchern beim Basteln zu helfen und sie beim Austoben zu betreuen.

Parallel zu dem Hauptweg entlang der Saar fand bei dem Parkdeck des Finanzamtes die 1. Craft-Beer-Lounge auf dem Saar-Spektakel statt. Bierbrauer wie Markus Berberich stellten dort ihre Spezialitäten vor.

Der gebürtige Saarbrücker betreibt eine Brauerei auf der Insel Rügen und freut sich, „die Bierrevolution ins Saarland zu bringen“. „Ich finde es eine absolute Bereicherung“, meinte Anette Gelz. Die gebürtige Fränkin sei schon mal auf dem Saar-Spektakel gewesen, aber es war ihr immer zu voll und zu laut. Sie habe sich in der Lounge mit ihrem Mann eingefunden, wegen der „entspannten Atmosphäre und dem guten Bier“.

Auf der Wiese hinter der Musikschule hatte der Veranstalter Sand aufgeschüttet, um einen Strand nachzuahmen. Die Besucher sonnten sich auf den Liegestühlen und genossen die Strandatmosphäre. Dany Otabashi war einer von ihnen. Für den 26-Jährigen war es das erste Saar-Spektakel. Im Vergleich zu den anderen Festen in Saarbrücken begeisterten ihn die angebotenen Möglichkeiten. „Es gefällt mir sehr gut, und ich will mit einem Schiff auf der Saar fahren“, sagte Otabashi.

Polizisten und andere Helfer waren permanent auf Achse. Dieser kleine Motorradfan hier war begeistert von den Maschinen der Polizei.     Foto: BeckerBredel

Das Saar-Spektakel erinnerte seinen Freund Omar Alnayef an die Feste in seinem syrischen Heimatort Deir Azzor. „Meine Stadt liegt auch an einem Fluss. Bis auf das Essen sind die Feste dem Saarbrücker Saar-Spektakel sehr ähnlich.“