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Kultur regional
Die Welt von Thitz ist lebensfroh und humorvoll

Ein Gemälde aus der Ausstellung des Künstlers Thitz.
Ein Gemälde aus der Ausstellung des Künstlers Thitz. FOTO: Galerie Elitzer
Saarbrücken. Von Nicole Baronsky-Ottmann

Bunt, quirlig und voller kleiner Details – so sehen die Kunstwerke des Malers Thitz aus, die in einer Ausstellung in der Galerie Elitzer zu sehen sind. Die Bildträger des erfolgreichen Malers aus Baden-Württemberg sind keine Leinwände im herkömmlichen Sinne. Er collagiert Tüten als Malgrund, deren Henkel in die Malerei integriert werden.


Die Motive seiner Arbeiten sind sehr oft Ansichten von Metropolen, die wegen ihrer abgebildeten Sehenswürdigkeiten sofort erkannt werden können. So steht auf dem Gemälde von London die Darstellung der Tower Bridge im Mittelpunkt des Gemäldes.  Köln ist anhand der Kranhäuser zu identifizieren und Berlin aufgrund der Kuppel des Reichstags.

Allen diesen Werken ist gemein, dass sie richtige Wimmelbilder sind, mit unzähligen Menschen bevölkert, die vereinfacht, comicartig, kleinteilig und knallbunt dargestellt sind. Außerdem kann man auf den Bildern diverse Slogans, Sprüche und immer wieder auch Tüten sehen. Die Welt von Thitz ist vordergründig bewegt, lebensfroh und humorvoll. Da muss man schon genau hinschauen, um auch die andere Seite des Künstlers zu erkennen.



Zum einen zeigt sich die in vereinzelten utopischen Fahrzeugen und Gebäuden, die sehr grün und ökologisch daherkommen. Oder aber auf einer großen Ansicht von Hamburg. Hier hat Thitz auf die bunten Farben verzichtet, stattdessen ist der Bildgrund eine Luftaufnahme der Stadt, die von ihm nur monochrom gestaltet wurde. Und dann wurde in einem Gemälde von New York ein klitzekleines Foto integriert. Dort hat sich der Künstler auf einem Foto selbst verewigt. Dieses zeigt Thitz ganz unverkennbar in New York, vor der Wolkenkratzerkulisse von Manhattan in einer riesigen Staubwolke – genau am 11. September 2001.

„Thitz“ – die Ausstellung in der Galerie Elitzer in der Fürstenstraße 17 in Saarbrücken ist bis 11. August montags bis freitags von 10 bis 13 und 14.30 bis 18.30 Uhr sowie samstag von 10 bis 14 Uhr zu sehen. Weitere Infos gibt es im Internet.