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Stadtwerke
Die Kosten für Wasser steigen ab Januar

Die Grundpreise für Wasser steigen in Saarbrücken ab Januar.
Die Grundpreise für Wasser steigen in Saarbrücken ab Januar. FOTO: picture-alliance/ dpa / Hans Wiedl
Saarbrücken. Der Grundpreis steigt, der Wassercent muss ab Januar auch von Privatleuten gezahlt werden.

Der Trinkwasserpreis setzt sich aus dem Verbrauchs- und Grundpreis zusammen. Der Verbrauchspreis bleibt für Kunden der Stadtwerke Saarbrücken weiterhin auf dem Stand des Jahres 2014 unverändert bei 1,97 Euro (netto) pro Kubikmeter, melden die Stadtwerke. Allerdings werden die Grundpreise für die Wasserversorgung zum 1. Januar angepasst.


Die Grundpreise sind nach Anschlussgrößen gestaffelt. Bei der gängigsten Zählergröße bis zu einer Durchflussmenge (Qn) von 2,5 Kubikmeter je Stunde erhöht sich der Grundpreis um monatlich 2,05 Euro (netto) von 12,90 auf 14,95 Euro. Eine weitere Neuerung trifft Privathaushalte. Bislang mussten nur Gewerbekunden nach dem Saarländischen Grundwasserentnahmeentgeltgesetz auf den Verbrauchspreis ein zusätzliches Entgelt leisten, der sogenannte Wassercent. Ab Januar sind die Tarife auch für Privatkunden gültig. Das Entgelt in Höhe von 10 Cent je Kubikmeter Wasser wird zu 100 Prozent an das Land abgeführt.

Um alle 180 000 Saarbrücker Bürger mit Trinkwasser zu versorgen, ist eine aufwändige Infrastruktur notwendig. Die Stadtwerke Saarbrücken unterhalten dafür ein weit verzweigtes Verteilnetz mit einer Länge von rund 850 Kilometern, zwei Wasserwerke mit 20 Brunnen, 21 Hochbehälter und sechs Pumpstationen sowie Druckerhöhungsanlagen. Die aufwändige Infrastruktur für die Wassergewinnung und Verteilung führe zu einem Fixkostenanteil von etwa 75 Prozent, der unabhängig von der bezogenen Wassermenge anfällt, so die Stadtwerke. „Auf die Kosten, das Wassernetz zu unterhalten, haben wir kaum Einfluss“, erklärt Stefan Keller, Bereichsleiter Wasser bei den Stadtwerken. Der Wasserverbrauch in Saarbrücken gehe zurück. Ein sinkender Verbrauch erhöhe jedoch die Kosten, weil sich beispielsweise in Leitungen bei geringem Durchfluss schädliche Keime bilden könnten. „Für Trinkwasser als unser wichtigstes Lebensmittel gelten strenge Hygienevorschriften“, sagt Keller.