Die Geschichte der Schlachthöfe in Saarbrücken Warum die Saarbrücker Metzger auf keinen Fall in St. Johann schlachten wollten

Saarbrücken · Ganz früher wurde in jedem Hinterhof oder Keller geschlachtet. Dann kamen die öffentlichen Schlachthöfe, auch in Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach wurden welche gebaut. Die Geschichte dieser Schlachthöfe und welche Animositäten es zwischen den drei damals noch unabhängigen Städten gab, zeigt eine Ausstellung im Saarbrücker Stadtarchiv.

 Das bisher einzige bekannte Foto des Schlachthofs  Alt-Saarbrücken. Es entstand 1922, als dort bereits der Milchhof untergebracht war.

Das bisher einzige bekannte Foto des Schlachthofs Alt-Saarbrücken. Es entstand 1922, als dort bereits der Milchhof untergebracht war.

Foto: Stadtarchiv

Bis König Wilhelm I. von Preußen im Jahr 1868 verfügte, dass grundsätzlich nur noch in öffentlichen Einrichtungen geschlachtet werden dürfe, waren die Verhältnisse in Deutschland besorgniserregend. Denn bisher konnte in jedem Haus, in jedem Hinterhof geschlachtet werden, unter Missachtung aller hygienischen und sanitären Zustände.